Beim Archivalia-Beitrag “Stadtarchiv Münstereifel wirft alte Bücher der historischen Gymnasialbibliothek weg” lohnt es sich auch, die KOmmentare zu lesen, z.B.:
“War schon klar:-) Gleichwohl stimme ich KGs Einwand oben zu: “Als ob die Schulbibliothek nach 1863 keine Geschichtsquelle mehr ist!” – bei Preußens und im Kaiserreich nach 1870 waren die zuvor durch den Zufall von Ereignissen und Personen entstandenen (und für die Lehre i.d.R. nicht benötigten) Buchsammlungen an den Schulen nunmehr als “Lehrerbibliotheken” zu führen – mit Anschaffungszwang und -nachweis (in den verbindlichen Jahresberichten, den sog. “Schulprogrammen “) für Literatur. Denn der (neue, da staatlich geprüfte) Lehrerstand hatte sich auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand ihrer Lehrinhalte zu halten – also auch eine ganz interessante Quelle zur Wissenschaftsgeschichte nebst deren Schwerpunkten in den Gymnasien. – Die preußische Verwaltung ist in den histor. Schulbibliotheken überdies reichlich präsent – sie überlebte die “Umbrüche” des 20. Jahrhunderts erstaunlicherweise (die preußisch bevorzugten Inhalte nicht so…:-), die Belege dafür sehen nur nicht so schick aus wie alte Handschriften und Inkunabeln…”