Aus Digitalmagazin wird Nerdfunk

Der Podcast „Digitalmagazin“ mit Matthias Schüssler (gesendet auf Radio Stadtfilter) heisst neu Nerdfunk. Im Nerdfunk 354: Das Internet vergisst (die Digitalmagazin-Zählung wurde beibehalten) diskutieren Kevin Rechsteiner und Matthias Schüssler die Vergänglichkeit von Webinhalten.

Die in der Sendung u.a. aufgeworfene Frage „Müsste die Nationalbibliothek aktiv werden?“ kann damit beantwortet werden, dass sie das mit dem Projekt „Webarchiv Schweiz“ (abfragbar via e-helvetica) bereits seit 2006 macht.

Marie-Christine Doffey schreibt in der Einleitung zum NB-Jahresbericht 2015:

„Wir als Schweizerische Nationalbibliothek betreiben beispielsweise mit einer Vielzahl von Partnern das Webarchiv Schweiz, in dem für die Schweiz besonders relevante Websites archiviert werden.“

Auf S. 14 ist unter „Digitale Sammlung“ zu lesen:

„Wie schon im Vorjahr hat sich die digitale Sammlung ungefähr verdoppelt. Der belegte Speicherplatz wuchs von 5,3 TB auf 10,0 TB. 80’016 Publikationen waren Ende 2015 verfügbar (2014: 54’070). Rund die Hälfte davon sind originär digitale Publikationen, viele davon Websites. Die andere Hälfte sind Digitalisate gedruckter Werke, mehrheitlich Monografien. Das Sammlungsspektrum wird kontinuierlich erweitert. Seit 2015 können dank den technischen Weiterentwicklungen auch grosse Websites eingesammelt werden. Die Zahl der archivierten Websites ist im Berichtsjahr zudem dank der Einführung der teilautomatisierten Qualitätskontrolle gestiegen. Die Verarbeitungsdauer vom Einsammeln einer Website bis zur Archivierung konnte damit reduziert werden. Weiter wurde die Web-Plattform e-Helvetica Deposit aufgebaut, über die Selbst- und Kleinverleger voraussichtlich ab Frühjahr 2016 ihre e-Books einreichen können.“

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Abschlussarbeit in der Bibliothek schreiben

Der CollegeBlog empfiehlt unter dem Titel „Wie überlebe ich die Bachelorarbeit? – Ein Survival-Guide“ unter Punkt 3, die Abschlussarbeit in der Bibliothek zu schreiben:

„Was die Wahl des Arbeitsplatzes angeht, sind die Vorlieben sehr unterschiedlich. Natürlich ist es zu Hause immer am bequemsten. Mein persönlicher Tipp ist jedoch, in die Bibliothek oder Fachbibliothek zu fahren. Dort sind alle mit Lernen oder Schreiben beschäftigt und es lauern viel weniger Ablenkungen. Auf dem Arbeitstisch werden sich nur Dinge befinden, die man tatsächlich zum Verfassen der Bachelorarbeit benötigt. Der Drang, bei der ersten Schreibblockade oder Motivationslosigkeit gleich aufzugeben, ist viel geringer, wenn man erst einmal den Aufwand betrieben hat, in die Bibliothek zu fahren – Du wirst sehen… (…)

Fachbibliotheken bieten in der Regel die Reservierung eines Arbeitsplatzes an, auf dem man all seine Arbeitsmaterialien stehen und liegen lassen kann. Am besten informierst Du Dich mal bei deiner Fachbibliothek!“

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Nahtstelle zwischen physischer und virtueller Sphäre

The European schreibt unter dem Titel „Die Bibliothek als Demokratiemotor“ zum Thema „Zukunft von Bibliotheken“ u.a.:

„Paradoxerweise werden Bibliotheken in einer Welt, in der sich der virtuelle Raum ständig ausdehnt, gerade als physischer Raum an Bedeutung gewinnen. Nicht in der alleinigen digitalen Ausrichtung wird die Zukunftsfähigkeit von Bibliotheken liegen. Ihr Leistungsangebot bringt lokale Gemeinschaften zusammen, bietet eine moderne Agora und bildet auf diese Weise einen Anker in der physischen Welt für eine Gesellschaft, in der das Virtuelle immer raumgreifender wird. Bibliotheken wirken dem Digital Divide entgegen, indem sie nicht nur technischen Zugang zur Informationswelt des Internets ermöglichen, sondern auch die zur Navigation in der neuen Informationswelt notwendige Medien- und Informationskompetenz vermitteln. Indem sie aktuelle Informationen, die nicht durch Algorithmen vorsortiert und gefiltert wurden, anbieten, nehmen sie Nutzer nicht in einer „Filterblase“ gefangen.

Weil sich Bibliotheken mehr und mehr zu Nahtstellen zwischen physischer und virtueller Sphäre entwickeln, werden sie im Zentrum vieler gesellschaftlicher Debatten stehen: Von Demokratisierung des Wissens und Informationsfreiheit über eine zeitgemäße Gestaltung von Urheberrechten bis hin zur Ausgestaltung eines Rechts auf Privatsphäre sowie eines Rechts auf Vergessenwerden – all diese Themen berühren den Kern bibliothekarischer Tätigkeit. Gelingt es, das „Geschäftsmodell“ von Bibliotheken an die neuen Erfordernisse unserer Zeit anzupassen, dann können Bibliotheken künftig eine bedeutende Rolle in der gewandelten Informationslandschaft spielen.“

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20 Jahre Internet Archive

Internet Archive from Deepspeed media on Vimeo.

iRights.info schreibt unter dem Titel „Sammeln, bewahren, zugänglich machen: So arbeitet das „Internet Archive““ zum Jubiläum 20 Jahre Internet Archive:

„Vor 20 Jahren gründete sich in den USA die gemeinnützige Organisation „Internet Archive“. Sie hat sich zur Aufgabe gemacht, Webseiten, Texte, Fotos, Audio- und Video-Werke sowie Videospiele und Software dauerhaft zu speichern und zur Verfügung zu stellen. Alexis Rossi vom Internet Archive beschreibt, wie sich dessen Arbeitsfelder und Ziele fortentwickelt haben. (mehr)“

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Swiss Music Archives

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sma-0001-mum-019-02Show Tanz. Schaffhauserhof. Schaffhausen, 17.10.1965. Plakatsammlung Samuel Mumenthaler. Online

Die Website des Swiss Music Archives ist seit Kurzem online. In einem ersten Pilotprojekt wurden Konzertplakate aus der Sammlung von Sam Mumenthaler (Bern) digitalisiert. Der Schwerpunkt liegt hier auf der Rockmusik der 1960er und 1970er Jahre (via Schweizerisches Sozialarchiv auf Facebook):

„Der Verein Swiss Music Archives (SMA) sammelt, dokumentiert und präsentiert in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Sozialarchiv in Zürich Quellenmaterialien und Fachliteratur zur Geschichte populärer Musik in der Schweiz.“

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Schweizer Medienqualitätsrating 2016

«Echo der Zeit», «Neue Zürcher Zeitung», «NZZ am Sonntag» und 20minuten.ch: So heissen die Sieger des ersten Schweizer Medienqualitätsratings (MQR) (ganzer Bericht als PDF). Mehr dazu auf medienspiegel.ch.

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Carrot2 statt Yippy nutzen

Phil Bradley kann an der Cluster-Suchmaschine Yippy (früher Clusty) nichts Gutes finden und empfiehlt dafür Carrot2 (die ich auch gerne nutze):

„In summary, Yippy is a complete waste of space, and more importantly a waste of your time. Simply ignore it and carry on using a decent clustering search engine like Carrot2 at http://search.carrot2.org/stable/search

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Ein geschlossenes Buch lesen

Im Youtube-Video „Reading through closed books“ wird erklärt, wie es dem MIT gelingt, ein Buch zu lesen, ohne es aufzuschlagen (via The Lone Wolf Librarian).

Mehr dazu im MIT News-Artikel „Judging a book through its cover

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Griechische Manuskripte der British Library

add_ms_37002_f074rThe Dawes Illuminated Gospel Book. Illuminated manuscript. 1314-15. Online

Die British Library hat eine eigene Webseite für Griechische Manuskripte eingerichtet. Sie versammelt die digitalisierten griechischen Manuskripte der British Library und verlinkt auf Artikel und Videobeiträge von ExpertInnen (via Researchbuzz: Firehose bzw. Medieval manuscripts blog):

„The Greek manuscript collections at the British Library range from the 3rd century BCE to the early 20th century CE. Written on papyrus, parchment and paper, and produced in regions as diverse as Greece, Egypt, Asia Minor, Italy, France, and England, they reveal the enduring significance of Greek culture and learning over the centuries.

Explore some of the highlights of the British Library’s collection items, read articles by leading experts on Greek manuscripts, discover themes running through the collections, and watch videos on key topics.“

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Meltwater IceRocket

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Karen Blakeman gibt im Blogpost „Essential Non-Google Search Tools for Researchers – Top Tips“ einige nützliche Hinweise auf Suchmaschinen jenseits von Google. Nicht gekannt habe ich z.B. die Blog- und Twittersuche „Meltwater IceRocket“ (Tipp 9):

„IceRocket specialises in real-time search and was recommended for inclusion in the Top Tips for its blog search and advanced search options. There is also a Trends tool that shows you the frequency with which terms are mentioned in blogs over time and which enables you to compare several terms on the same graph. Very useful for comparing, for example, mentions of products, companies, people in blogs.“

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