Sprengs Wörterbuch «Allgemeines deutsches Glossarium»

Mit einer Verspätung von 265 Jahren erscheint das Wörterbuch des Basler Philologen Johann Jakob Spreng mit dem Namen «Allgemeines deutsches Glossarium» (via sueddeutsche.de):

«Da Spreng ja auf Drucklegung hoffte, hatte er zwei Drittel der rund 100 000 Zettel bereits in zwanzig alphabetisch geordnete Manuskriptbände montiert, und zwar so, dass genügend Raum für Zettelzuwachs blieb. Die restlichen Zettel ordnete er in 1754 kleine Papierumschläge ein. Über all dem starb Spreng. Sein Nachlass verblieb 100 Jahre bei den Erben und gelangte 1862 an die Basler Universitätsbibliothek, wo er weiterschlummerte. Jetzt tritt er, gut ausgeschlafen, den seinerzeit verpassten Weg in die Welt an.»

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Goethe-Wörterbuch

BR Podcast «Sozusagen» berichtet unter dem Titel «An diesem Wörterbuch wird seit 75 Jahren gearbeitet» über das Goethe-Wörterbuch:

«Goethes gesamter Wortschatz, ermittelt aus all seinen Schriften: Im Dezember 1946 wurde dieses Mammutprojekt begonnen – und heute, im Dezember 2021, sind die Arbeiten noch immer in vollem Gang. Warum dauert das so lange? «Manch einer mag‘s kaum glauben», sagt Undine Kramer vom Goethe-Wörterbuch – «aber 70 oder 80 Jahre sind nun wirklich kein besonders langer Zeitraum in der Lexikografie.»»

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Aussenlager Oetwil der ZB Zürich

Die Zentralbibliothek Zürich betreibt in Oetwil am See ein Aussenlager, das mit dem Kurierauto der ZB bedient wird (via ZB Zürich auf Twitter und Jahresbericht ZB Zürich 2016):

«Die Teilnahme an der Kooperativen Speicherbibliothek ist ein zentraler Baustein der Reorganisation der Bestands- und Magazinverwaltung der ZB. Das zweite wichtige Element war die Inbetriebnahme des neuen Aussenmagazins in Oetwil am See. Dort werden vor allem selten benutzte Bestände und solche, die in den Kompaktregalanlagen des Stammhauses nicht optimal gelagert werden können, untergebracht. Auch die Erstbearbeitung von grossen Neuzugängen erfolgt künftig in Oetwil.»

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Comic im Koalitionsvertrag

Im deutschen Koalitionsvertrag wird an prominenter Stelle auch der Comic als förderungswürdig erwähnt (via tagesspiegel.de):

«Der Satz findet sich gleich am Anfang des Kapitels über Kultur- und Medienpolitik in der Koalitionsvereinbarung von SPD, Grünen und FDP mit dem Titel „Mehr Fortschritt wagen“ (hier kann das Dokument als PDF heruntergeladen werden).

„Wir wollen Kultur mit allen ermöglichen“, lautet der Satz, „indem wir ihre Vielfalt und Freiheit sichern, unabhängig von Organisations- oder Ausdrucksform, von Klassik bis Comic, von Plattdeutsch bis Plattenladen.“ Ihm folgt diese Aussage: „Wir sind überzeugt: Kulturelle und künstlerische Impulse können den Aufbruch unserer Gesellschaft befördern, sie inspirieren und schaffen öffentliche Debattenräume.

Das hat es bisher in Deutschland noch nicht gegeben: Eine neue Bundesregierung bekennt sich explizit zum Comic – wenn auch in einer etwas zusammengewürfelt klingenden Formulierung.“

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Märchenbuch zur Vermittlung von Medienkompetenz

Das Institut für Digitale Ethik präsentiert das neu erschienene Erziehungsbuch “Märchen und Erzählungen der digitalen Ethik” (Download PDF) (via rivva.de):

«In spielerischen Märchen werden Grundspannungen moderner Medialität durch Erzählungen aufgearbeitet. (…)

Der mediale Wandel tritt gegenwärtig als eine zweischneidige Entwicklung zutage. Auf der einen Seite werden Kommunikation und Zusammenarbeit enorm erleichtert, auf der anderen Seite wird die Digitalität auch von negativen Phänomenen begleitet, welche oftmals gerade im privaten Bereich auftreten. Die Omnipräsenz medialer Angebote in allen Formen sozialer Interaktion stellt die Benutzer*innen dieser Medien vor große Herausforderungen: Letztlich sind es wir selbst, die darüber entscheiden müssen, welcher Stellenwert technischen Medien in unserem Alltag zukommen soll und ab wann wir womöglich Schaden nehmen.

Dafür sind gut ausgebildete Fähigkeiten zur Bewertung und Einordnung von Medienangeboten unerlässlich. Aus dem Forschungsprojekt „Digital Dialog 21“ entstand die Idee zu der nun vorliegenden Veröffentlichung. Hier werden etwa Falschnachrichten von den unwissenden Vögeln des bösen Bürgermeisters verbreitet oder Daten gesammelt, um den großen Identitäten fressenden Kraken zu ernähren. Begleitet wird die Sammlung von einer umfassenden Analyse der darin angewandten pädagogischen Methoden.»

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BR2-Radiosendung «Papier – Energiefressendes Kulturgut?»

Bayern 2 Radiowissen behandelt das Thema «Papier – Energiefressendes Kulturgut?»:

«Papier statt Plastik – ein Slogan der aktuellen Klimadebatte. Vom Briefbogen über den Geldschein bis zum Taschentuch begleitet Papier unseren Alltag. Sogar wohnen könnten wir bald in Papier. Doch die Herstellung des recyclierbaren Werkstoffs ist enorm energieintensiv.»

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UB Basel Strategie 2022-2025

«UB Strategie 2022-2025 – eine Heldenreise» auf Youtube (via UB Basel auf Twitter). Darin ist u.a von einem Kooperationsprojekt mit Google Books im Jahr 2023 die Rede:

«Mehrere Schweizer Universitätsbibliotheken haben sich zusammengeschlossen, um Bücher der Jahre 1700–1900 im Rahmen einer Public-Private-Partnership mit der Firma Google zu digitalisieren und über die Plattform Google Books zur Verfügung zu stellen (UB Bern, ZHB Luzern und ZB Zürich). Im Gegenzug bekommt die Bibliothek eine digitale Kopie der Bild- und Textdaten. Die Inhalte der Bücher sind gemeinfrei (public domain) und werden von Google für die Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Für die UB stellt dieses Angebot eine einzigartige Chance dar, ihrem Auftrag einer möglichst zeitgemässen elektronischen Informationsversorgung nachzukommen. Verschiedene Schreiben von Universitätsangehörigen zeigen die grosse Unterstützung für das Vorhaben und auch die SIVIT begrüsst diese Initiative. Auch der Kanton Basel-Stadt hat seine Zustimmung erteilt. Die UB hat jedoch entschieden, keine besonders empfindlichen oder wertvollen Werke sowie frühe Basler Drucke zu senden, sondern diese intern auf höherem Qualitätsniveau zu digitalisieren und zu erschliessen. Google Books übernimmt im Rahmen dieser Zusammenarbeit die Digitalisierungs- und Transportkosten wie auch die Kosten für die Anzeige der Inhalte über ihre Plattform. Die Bibliotheken müssen einzig die Bücher in monatlichen Tranchen ausheben und für den Transport bereitstellen. Die UB verpflichtet sich, 80’000 Bücher (Zielgrösse) zur Verfügung zu stellen und rechnet dafür mit Zusatzkosten von 530’000 CHF (Kos-
tendach). Die digitalen Versionen auf Google Books werden mit dem Katalog verlinkt und eine «Library Digital Copy» der Werke kann auf Anfrage zu Forschungszwecken zur Verfügung gestellt werden.»

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Bibliothekarische Adventskalender

Bibliothekarisch.de bietet wie jedes Jahr eine umfangreiche Liste von «Mehr (oder minder) bibliothekarische(n) Adventskalender(n) 2021 …», darunter «Adventskalender für Wissensdurstige und Besserwisser» und «Adventskalender zum Dazulernen (Schule, Weiterbildung)».

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Angefochtene Bücher in US-Schulbibliotheken

Das Internet Archive engagiert sich für in gewissen US-Amerikanischen Schulbibliotheken verbotene Literatur (via Newsletter Internet Archive und blog.archive.org):

«Question: What do I Know Why the Caged Bird Sings by Maya Angelou, The Hate U Give by Angie Thomas and John Irving’s Cider House Rules all have in common? Somewhere in the United States, these books have been banned from schools, taken out of circulation in school libraries or challenged by a lawmaker. While the battle over what is appropriate for students rages, community librarians at Open Library are making sure that these titles are accessible online for all. Read more about their work. (…)

For example, the American Library Association’s list of most challenged books in the past decade are available in a curated collection. Among the titles: The Glass Castle by Jennette Walls, banned for offensive language and sexually explicit content; The Hunger Games by Suzanne Collins, cited as being insensitive, anti-family and violent; and Beyond Magenta: Transgender Teens Speak Out by Susan Kuklin, challenged for its LGBTQIA content and the perceived effects on young people who would read it.

Books dealing with gay and trans rights have long been targeted in school libraries. There are more than 1,800 titles in Open Library’s LGBTQ Collection—sorted, searchable and available to borrow online for free. Many of the novels, memoirs and works of history are not otherwise accessible to people who live in rural areas or places where those materials are explicitly banned.»

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20-jähriges Jubiläum der Harry-Potter-Filmreihe

Hunderte Menschen versammeln sich in London anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Harry-Potter-Filmreihe (via srfnews auf Instagram).

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