Die besten Recherchetools für KI-Profis

FAZ: “Die besten Recherchetools für KI-Profis” (via PURA/SLSKey ZB Zürich):

“Für die Alltagsrecherche ist Perplexity das Werkzeug der Wahl. Die Antwortmaschine beantwortet Faktenfragen in Sekunden und belegt jede Aussage mit nummerierten Quellen, die sich mit einem Klick öffnen lassen. Die Pro-Version erlaubt die Wahl zwischen den führenden Sprachmodellen und enthält einen eigenen Deep-Research-Modus. Mit dem Browser Comet hat das Unternehmen die Recherche 2025 zudem direkt in das Surfen integriert. Perplexity eignet sich für die schnelle Faktenfrage zwischendurch, für die Personen- und Firmenrecherche oder die erste Marktzahl. Gegenüber den großen Deep-Research-Läufen liegt der Vorteil im Tempo. Wer nur eine belegte Antwort braucht, wartet keine 20 Minuten. (…)

Wer wissenschaftlich arbeitet, greift zu Elicit. Das Werkzeug durchsucht mehr als 138 Millionen wissenschaftliche Publikationen auf der Datenbasis von Semantic Scholar und beantwortet Forschungsfragen mit einer strukturierten Tabelle: Studie für Studie, mit Stichprobengröße, Methode und zentralem Befund in eigenen Spalten. Was früher Wochen an Literaturarbeit kostete, schrumpft auf Stunden zusammen. Der Einstieg ist kostenlos. Elicit taugt für den Literaturüberblick, den Studienvergleich und die Evidenzprüfung vor der eigenen These.

Die schnellere Schwester ist Consensus: Die Suchmaschine beantwortet zugespitzte Forschungsfragen – senkt Kaffee das Diabetesrisiko? – gegen einen Bestand von mehr als 220 Millionen Publikationen und zeigt an, wie sich die Studienlage auf Zustimmung, Ablehnung und gemischte Befunde verteilt. Anders als die Deep-Research-Generalisten schöpfen beide Werkzeuge aus begutachteter Literatur statt aus dem offenen Netz. Ein Blogbeitrag kann hier nicht als Beleg durchrutschen.

Ganz fehlerfrei sind die automatischen Extraktionen allerdings nicht. Die Schlüsselstudien einer Argumentation muss man weiterhin selbst lesen. Um die Netzwerkdimension der Literaturarbeit ergänzen Research Rabbit und Connected Papers das Duo. Beide zeichnen Zitationsgraphen und zeigen, auf welchen Arbeiten eine Schlüsselpublikation aufbaut und welche späteren Studien sie zitieren. Wer von einem zentralen Aufsatz aus das umliegende Forschungsfeld erschließen will, kommt damit schneller voran als mit jeder Stichwortsuche.”

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