Ein Schweizer Klassiker der feministische Literatur

higgs erinnert unter dem Titel «Wie Iris von Roten mit einem Buch fast die ganze Schweiz gegen sich aufbrachte+» an Frauen im Laufgitter von Iris von Rothen:

«Dass «Frauen im Laufgitter» nicht zum internationalen Klassiker der feministischen Literatur wurde, lag nicht am Text. Der war sogar witziger und spitzer, als Beauvoirs «Le deuxième sexe». Aber eine geborene Meyer war eben keine de Beauvoir, die Schweiz nicht Paris und Peter nicht Sartre. Ausserdem war Rotens Verlag mutlos: In nur elf Wochen war die erste Auflage ausverkauft, eine zweite gab es nicht.

Die Zeit war überreif für Iris’ Text. Bloss die Schweiz war es nicht. Nach dem Skandal zog sich Iris aus der öffentlichen Debatte zurück, verlegte sich auf Reisereportagen und die Malerei.»

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1 Response to Ein Schweizer Klassiker der feministische Literatur

  1. Frank Richter sagt:

    Der Verlag Hallwag in Bern war keinesfalls mutlos: 1959 erschien die zweite Auflage dieses Werkes (siehe den Eintrag 283642491 in der swissbib). Die Reaktion auf das Buch war aber zu ablehnend, um eine dritte Auflage zu rechtfertigen. Erst eFeF in Zürich wagte 1991 eine Neuausgabe, 3 Jahre nach Änderung des ZGB.

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