Infografik-Boom

Musikvideo als animierte Infografik – „Remind Me“ der norwegischen Gruppe Röyksopp (2002)

Die Süddeutsche Zeitung vom 6.1.2016 widmet sich unter dem Titel „Welterklärer“ dem Thema Infografiken und ihrer Geschichte. Den Anfang des Infografiken-Booms verortet der Artikel im Golfkrieg um 1990:

„Der Krieg war zunächst mal schuld, genauer gesagt der Golfkrieg von 1990. (…)

Während der Operation Desert Storm gab es erstmals einen von Militärbehörden kontrollierten „embedded“ Journalismus, der unabhängige Berichterstattung und vor allem die Kriegsfotografie alter Schule unmöglich machte. Zeitungen und Zeitschriften, allen voran die New York Times, machten die Schwäche wett, indem sie laut Velasco eine „nie zuvor gesehene Lawine von Informationsgrafiken mit Kriegskarten, Waffenplänen und dergleichen “ produzierten.

Es half, dass sich Bildbearbeitungs- und Grafikprogramme damals gerade rasant entwickelten und Grafiker nun so schnell wie Reporter arbeiten konnten. Gleichzeitig stellten in den Achtziger- und Neunzigerjahren viele Zeitungen auf Farbdruck um. So konnten Grafiken erstmals so richtig strahlen. Einige Neugründungen dieser Zeit bauten gleich von Anfang an auf diese Bildsprache, die 1989 gegründete spanische Zeitung El Mundo zum Beispiel oder das 1993 gestartete deutsche Nachrichtenmagazin Focus.“

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