Karger entlässt 76 Angestellte

Der Wissenschaftverlag Karger in Basel hat 76 Angestellte, zwei Drittel der Belegschaft entlassen (via bazonline.ch und swiss-lib):

“Für Unverständnis sorgt bei den Mitarbeitenden insbesondere die Art und Weise, wie der Kahlschlag durchgeführt und kommuniziert wurde. «Ich hatte ein Onlinemeeting mit meinem Vorgesetzten. Gerade einmal 15 Minuten bekam jeder Mitarbeitende, um seine Kündigung erklärt zu bekommen», sagt ein Betroffener. «Es war ein Massaker.»

Irritiert habe ihn zudem, dass der Vorgesetzte in dieser Viertelstunde eigentlich nur ein vorgefertigtes Schreiben vorgelesen habe. «Er sagte mir, er würde jetzt Schritt für Schritt ein Skript durchgehen. Ich glaube, die sind vorab sehr intensiv von Rechtsanwälten beraten worden.»

Ein anderer Betroffener führte das Kündigungsgespräch vor Ort im Betrieb, wo die Entscheidungsträger morgens «mit Kaffee und Gipfeli» zusammengesessen seien. «Natürlich kann man das tun. Aber in dieser Situation sorgte das schon für Unmut», sagt er am Telefon. Vor Ort und auch per Onlinemeeting sei am Tag der Kündigungen eine Psychologin verfügbar gewesen. Vom HR habe man zusätzlich Kontaktdaten einer weltweit tätigen amerikanischen Gesundheitsplattform und Beratungsfirma erhalten. Auf der Onlinebewertungsplattform [Trustpilot](https://ch.trustpilot.com/) wurde diesem Unternehmen allerdings in 90 Prozent der Reviews die schlechtestmögliche Bewertung gegeben.”

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