Library of America

Die Frankfurter Allgemeine schreibt unter dem Titel „In welcher Denktradition steht Joe Biden?“ über die „Library of America“, die „angesehenste Buchreihe des Landes“:

„Seit 1982 erscheinen hier mustergültige Klassikerausgaben, schön gedruckt und erdbebensicher gebunden. Bis heute ist ihre Gestalt gleich geblieben. Es sind Editionen auf seriöser Textgrundlage in den Farben blau, grün, rot oder beige, immer in derselben Typographie und mit Umfängen bis zu 1500 Seiten, als stünde der Zerfall der Druckerpressen unmittelbar bevor. (…)

Inzwischen sind von der Buchreihe zehn Millionen Exemplare in Umlauf, berühmte Persönlichkeiten werben für sie, Mäzene geben Geld, damit es weitergehen kann: Immer mehr, immer wieder neue, andere und vielfältige Kultur wird hereingeholt. Ein eigener Platz ist für den amerikanischen Journalismus reserviert, mit Ausgaben über den Vietnamkrieg und das Ringen um die Bürgerrechte. Ein nagelneuer Band, Nummer 332, erzählt vom Kampf um das Frauenwahlrecht 1776 bis 1965, und längst sind auch populäre Genres zugelassen, die bei ihrem Erscheinen auf billigem Zeitungspapier konsumiert wurden. Erstaunlicherweise sind es oft diese Autoren – von der Science-Fiction-Ikone Philip K. Dick bis zu dem großen Moralisten Ross Macdonald –, die sich in ihrem literarischen Nachleben als dauerhafter erweisen als manche Großperücke der Tages.“

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