Literatur im Netz: Leseforschung fast in Echtzeit

Jugendliche nutzen digitale Netzwerke intensiv, um literarische Texte zu lesen, zu schreiben und zu kommentieren. Dabei gibt es im Leseverhalten grosse Unterschiede, je nachdem ob es sich um einen populären Text oder um einen Klassiker handelt, wie eine neue Studie am Beispiel der Leseplattform Wattpad zeigt. Die computergestützte Analyse unter Leitung der Universität Basel ist in der Zeitschrift PLOS ONE erschienen (via unibas.ch, danke an Michaela Spiess für den Hinweis):

„Wiederholt wird geklagt, dass Jugendliche nicht mehr ausreichend lesen würden. Besonders das vertiefte Lesen verliere sich. Dabei wird übersehen, dass Jugendliche nicht nur gedruckte Bücher lesen, sondern mehrere Medien zum Lesen und Schreiben von Literatur verwenden. Viele Teenager nutzen Netzwerke wie Goodreads, Büchertreff und Lovelybooks, um Literatur zu lesen, sich darüber mit anderen auszutauschen und auch selbst Literatur zu schreiben. Im Englischen spricht man deshalb auch von «Social Reading».
Wie gross das Phänomen des «Social Reading» ist, verdeutlicht die populäre Plattform Wattpad, auf der weltweit über 80 Millionen überwiegend junge Leute jeden Tag ungefähr 100’000 Geschichten in über 50 Sprachen miteinander teilen. Besonders beliebt ist Fanfiction, also das Weiterschreiben von bekannten Geschichten wie etwa «Harry Potter».“

Update vom 19.10.2020, Schweizer Illustrierte: „Was ihr über Wattpad wissen müsst“

Dieser Beitrag wurde unter Bücher, Lesen, Social Media abgelegt und mit , verschlagwortet. Setzen Sie ein Lesezeichen auf den Permalink.

1 Response to Literatur im Netz: Leseforschung fast in Echtzeit

  1. Pingback: Studie zu Social Reading untersucht Leseverhalten von Jugendlichen | Fachstelle Öffentliche Bibliotheken NRW

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.