Orell Füssli versieht Dark-Romance-Titel mit Triggerwarnungen

(via boersenblatt.net):

“”Aufgrund der nicht für Minderjährige geeigneten Themen haben wir uns für eine Triggerwarnung entschieden. Diese soll verhindern, dass Jugendliche unbeabsichtigt zu diesen Titeln greifen. Und gleichzeitig erwachsenen Kundinnen und Kunden Transparenz bieten”, so der Orell-Füssli-Sprecher. Die Buchhandlungskette platziere die Dark-Romance-Titel zudem separat von anderen Büchern, die sich an junge Erwachsene richten. “Und wir achten bei Marketingaktionen für Jugendliche konsequent darauf, dass diese Bücher nicht empfohlen werden.” Orell Füssli appelliert an die Verlage, die konsequente Alterskennzeichnung “ab 18 Jahre” weiter auszubauen.”

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Max Frischs Maturaufsatz

In seinem erstmals veröffentlichten Matur-Aufsatz ist Max Frischs literarisches Talent bereits erkennbar (via srf.ch):

“Knapp acht Seiten ist er lang, in hübscher kursiver Handschrift und mit schwarzer Tinte geschrieben: jener Aufsatz, der für den Präsidenten der Max Frisch-Stiftung, Thomas Strässle, «eine kleine literaturgeschichtliche Sensation» ist.”

Update vom 13.3.2026: mfa.ethz.ch

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Fernsehserie “Lord of the Flies”

Auf Sky gibt es neu die Fernsehserie “Lord of the Flies” nach der Buchvorlage von William Golding:

“Nach einem Flugzeugabsturz stranden mehrere Schuljungen ohne Erwachsene auf einer abgelegenen tropischen Insel. Zunächst versuchen sie, Ordnung zu bewahren und eine funktionierende Gemeinschaft aufzubauen. Unter der Führung von Ralph und mit Unterstützung des klugen Piggy entsteht der Wunsch nach Regeln, Struktur und Hoffnung auf Rettung.

Doch mit der Zeit geraten Angst, Machtstreben und Gewalt außer Kontrolle. Jack beginnt, die anderen Jungen mit Jagd und Versprechen von Stärke auf seine Seite zu ziehen. Die fragile Ordnung zerbricht, und die Insel wird zum Schauplatz eines immer dunkleren Kampfes zwischen Vernunft und Instinkt.

Die Serienadaption vertieft die zentralen Themen des Romans: menschliche Natur, Verlust von Unschuld und die Dynamik von Macht innerhalb einer Gruppe. Jede der vier Episoden beleuchtet die Ereignisse aus der Perspektive einer zentralen Figur und zeichnet ein eindringliches Bild des moralischen Zerfalls unter extremen Bedingungen.

Die Drama-Serie feierte ihre Premiere auf der Berlinale und ist exklusiv bei Sky und dem Streamingdienst WOW zu sehen.”

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Modul zur automatisierten Texterkennung (ATR)

Das E-Learning-Projekt Ad fontes der Universität Zürich hat das neue Modul zur automatisierten Texterkennung (ATR) auf Englisch veröffentlicht (via Mailingliste Digital History):

“This tutorial is aimed at beginners in the use of Automated Text Recognition (ATR) as well as at refreshing and systematizing existing knowledge. In five chapters, the functionality and operation of this new technology is presented. We aim to introduce possible preliminary considerations as well as useful metrics. However, due to the rapid pace of development, we refrain from outlining processes and instructions for action on the specific platforms.

This module places great emphasis on considering the efficiency and benefits of different approaches depending on your specific corpus.”

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Magazine für Genre-Literatur

Der Heel Verlag startet mit “SlowBurn” ein Printmagazin für New-Adult-Fans (via boersenblatt.net):

“SlowBurn – benannt nach dem New-Adult-Subgenre, in dem es um sich langsam entwickelnde Liebesgeschichten geht – habe sich zum Ziel gesetzt, “das einordnende, mit viel Zeit und Leidenschaft in die Tiefe gehende Medium zu sein”. Der Untertitel des New-Adult-Magazins lautet “Weil gute Geschichten Zeit brauchen”.

Das Redaktionsteam werde von wechselnde Influencerinnen unterstützt. Geplant seien vier Ausgaben im Jahr, die Auflage liege bei 30.000 Exemplaren, der Umfang bei 112 Seiten, der Verkaufspreis bei 9,80 Euro.”

Am 19. März erscheint die erste Print-Ausgabe von “Bookframe”, einem journalistischen Magazin für Genre-Literatur (via boersenblatt.net):

“”Bookframe” verstehe sich als Gegenentwurf zur klassischen Literaturberichterstattung. Während sich das Feuilleton häufig auf einen engen Kanon und akademische Diskurse konzentriere, widme sich Bookframe jenen Genres, die den Großteil des Buchmarkts prägen: Fantasy, Romance, Science-Fiction, Thriller, Horror, Young Adult und New Adult. “Wir wollen nicht länger akzeptieren, dass Millionen Leser:innen implizit als weniger anspruchsvoll angesehen werden, nur weil sie Genre-Literatur lesen”, sagt Jana Finze. “Diese Haltung ist nicht nur elitär, sie ist journalistisch unhaltbar. Genres verhandeln gesellschaftliche Konflikte, Ängste und Emotionen oft direkter als viele kanonisierte Texte. Trotzdem werden sie systematisch unterschätzt.””

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Listen von Listen

Der Wikipedia-Artikel, „List of lists of lists“, katalogisiert die Listen von Listen (via boingboing.net):

“The article serves as a navigation hub for Wikipedia’s many list-of-list pages, organized by topic. You can find your way to lists of metalloids, lists of Atlantic hurricanes, lists of Category 5 hurricanes, lists of tornadoes and tornado outbreaks, lists of physics equations, lists of celebrities, lists of centenarians, lists of deaths, lists of ethnic groups, lists of heroes, and lists of LGBTQ people — all in one place.”

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15 Millionen Zeitungsseiten online

15 Millionen Seiten aus über 200 verschiedenen Zeitungstitel aus der Schweiz sind auf e-newspaperarchives.ch nun digitalisiert und online einsehbar (via news.admin.ch):

“Die ältesten Zeitungen, die zur Verfügung stehen, stammen von 1692. Laufend werden neue Titel oder neue Ausgaben bestehender Titel aufgeschaltet.

e-newspaperarchives.ch, kurz e-npa.ch, ist eine von der Schweizerischen Nationalbibliothek (NB) betriebene Open-Access-Plattform für digitalisierte Zeitungen aus der Schweiz. Bei der Digitalisierung gedruckter Zeitungsbestände arbeitet die NB mit Schweizer Bibliotheken, Verlagen und anderen Kooperationspartnern zusammen.

Seit 2021 ist die Plattform von ca. 6 Mio. Seiten auf beachtliche 15 Mio. Seiten angewachsen. Sie bietet den Nutzenden im In- und Ausland verschiedene Recherchemöglichkeiten und unter anderem eine Volltextsuche an.”

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20 Jahre SIKART Lexikon zur Kunst in der Schweiz

Dieses Jahr feiert SIK-ISEA neben seinem 75-jährigen Bestehen auch 20 Jahre SIKART Lexikon zur Kunst in der Schweiz (via deutscherpresseindex.de):

“SIKART ist das redaktionell betreute Online-Nachschlagewerk von SIK-ISEA zur historischen und zeitgenössischen Kunst in der Schweiz. Es umfasst biografische Informationen zu Künstlerinnen und Künstlern, ihren Werken, Ausstellungen, Auszeichnungen und zur Literatur. Ausgangspunkt für SIKART war das 1998 erschienene Biografische Lexikon der Schweizer Kunst; seither wird das Lexikon kontinuierlich weiterentwickelt. Heute verzeichnet SIKART 17’637 Personeneinträge, über 1’900 monografische Artikel sowie rund 40 thematische Artikel. Ein grosser Dank gilt den fast 800 Autorinnen und Autoren sowie unseren ehemaligen Redaktionskolleginnen und -kollegen, auf deren Arbeit wir heute in Zürich, Lausanne und Lugano täglich aufbauen.

SIKART dient als zentrales Nachschlagewerk für Wissenschaft, Museen, Institutionen und Gremien und ist zugleich eine verlässliche Referenz für ein breites Publikum.”

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British Newspaper Archive

Diese Woche erreicht das British Newspaper Archive den Meilenstein von 100 Millionen digitalisierten Seiten (via bl.uk und rbfirehose.com).

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Bildung überdenken

Alois Hundertpfund und Werner Hartmann machen sie sich Gedanken, was generative Machine-Learning-Systeme (“KI”) für die Sekundarstufe II bedeutet, unter dem Titel “Bildung überdenken” (via Beat Doebeli Honegger auf LinkedIn):

“Die Schule der Zukunft wird nicht primär Stoff vermitteln, sondern Menschen befähigen, in einer unübersichtlichen Welt urteilsfähig zu bleiben, Entscheidungen begründet zu treffen und Verantwortung zu übernehmen.

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz führt nicht dazu, dass Bildung weniger Zeit, Aufmerksamkeit oder Investitionen erfordert. Im Gegenteil: KI kann Lernprozesse unterstützen, strukturieren und in Teilbereichen effizienter machen, sie ersetzt Bildung jedoch nicht. Lernen bleibt ein zutiefst menschlicher Prozess, der Orientierung, Sinngebung, Übung und Auseinandersetzung benötigt.

Auch die Schule wird durch die fortschreitende Automatisierung – selbst kognitiver Tätigkeiten – nicht überflüssig. Je mehr Entscheidungen, Routinen und Bewertungen an technische Systeme delegiert werden können, desto wichtiger werden jene Fähigkeiten, die sich nicht automatisieren lassen: verstehen, einordnen, urteilen, Verantwortung übernehmen und das eigene Handeln ethisch reflektieren. Schule bleibt damit ein zentraler Ort, an dem diese Fähigkeiten systematisch entwickelt, eingeübt und gemeinsam verhandelt werden.

KI verändert Bildung grundlegend – aber nicht, indem sie sie ersetzt, sondern indem sie ihren eigentlichen Kern umso deutlicher sichtbar macht: die Befähigung des Menschen zur mündigen Teilhabe an einer komplexen, technisch geprägten Welt.”

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