Pro Juventute Jugendstudie 2026 (via beat.doebe.li):
“Die erste Pro Juventute Jugendstudie im November 2024 legte erstmals repräsentative Daten im Umgang mit Stress, Krisen, Mediennutzung und Resilienz bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen in der Schweiz dar. In der zweiten Befragung, die im Herbst 2025 stattfand und im März 2026 veröffentlicht wird, bestätigen sich zahlreiche Befunde aus der ersten Befragung. Rund zehn Prozent der Befragten geben an, sich aktuell in einer Therapie zu befinden. Schul- und Ausbildungsstress bleibt der grösste Stressfaktor. Weiterhin sind Mädchen und junge Frauen deutlich stärker belastet als gleichaltrige Jungen und junge Männer. Erstmals wurde erfragt, ob Jugendliche bei Sorgen Unterstützung bei einer künstlichen Intelligenz einholen. Es zeigt sich, dass zehn Prozent der Jugendlichen in solchen Situationen Rat bei KI-Tools wie ChatGPT suchen. Gleich viele Jugendliche geben an, sich bei Sorgen an eine Fachstelle, wie etwa die Notrufnummer 147 von Pro Juventute, zu wenden. Neu wurden weiterführende Daten zur Familie der Jugendlichen und jungen Erwachsenen erhoben. Die Befragten, bei denen beide Eltern im Ausland geboren wurden, sind deutlich stärker belastet als Befragte, bei denen mindestens ein Elternteil oder beide Elternteile aus der Schweiz stammen. Die Pro Juventute Jugendstudie soll dazu beitragen, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, Zusammenhänge sichtbar zu machen und eine fundierte Grundlage für Gespräche, Entscheidungen und Unterstützungsangebote zu schaffen. Die Pro Juventute Jugendstudie entstand in Zusammenarbeit mit der Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie (KJPP) der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich. Die KJPP fungierte als wissenschaftliche Partnerin unter der Projektleitung von Prof. Dr. med. Dipl. Psych. Susanne Walitza. Die Befragung wurde im Sommer 2025 von YouGov durchgeführt und vorgängig von der Ethikkommission des Kantons Zürich geprüft.”