Public Viewing

Susanne Flach widerspricht im Sprachblog unter dem Titel „Public Viewing Of Public Viewing“ dem Vorurteil, im Englischen bedeute Public Viewing Leichenschau bzw. Aufbahrung. Sie hat dazu alle Belege für public viewing aus einem ca. 1,3 Mrd Wörter umfassenden Subkorpus des ENCOW14 herausgefiltert und in diesem Google-Dokument gesammelt. Das Ergebnis:

„Die Kurzfassung: von 316 Belegen beschreiben lediglich 14 eindeutig oder nahezu eindeutig öffentliche Aufbahrung.

Im Sinne von Transparenz und Open Data können Sie meine Kodierung einsehen und überprüfen (ich korrigiere Fehler, zitieren Sie die Beleg-ID). Damit hat dieser Beitrag immerhin auch für Leichenschau-gelangweilte Sprachlog-Leser/innen noch einen pädagogischen Wert und qualifiziert sich außerdem für die Kategorie „Fingerübung aus der Korpuslinguistik“. Denn so arbeiten wir: eine Urliste (Tabellenblatt 1) mit einer Beobachtung pro Zeile, aus der sich jederzeit gewünschte Zusammenfassung erstellen oder aktualisieren lassen (Tabellenblatt 2), sowie eine Dokumentation über die Vorgehensweise und eine Erklärung zum Kodierschema (Tabellenblatt 3).

Vielleicht kriegen wir den Mythos irgendwann so scheintot wie den mit den Schneewörtern.“

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