Über den Vorteil von Wandtafeln

In der Süddeutsche Zeitung gibt es unter dem Titel „Die Rechner der Tafelrunde“ ein Interview mit der Fotografin ­Jessica Wynne über was Mathematikerinnen und Mathe­matiker an ihre Tafeln schreiben (via Stefan Helge Kern auf Twitter):

„Warum werden in der Spitzenforschung überhaupt noch Kreide und Tafeln ­benutzt? Warum nicht Computer und Smartboards?
Es ist genau dieses Analoge, die Körperlichkeit des Schreibens an einer Tafel. Diese Tafeln sind immer da, diese Leute leben mit ihnen zusammen, wenn man so will. Und das Arbeiten an den Tafeln beinhaltet eine zeitliche Komponente. Man geht an der Tafel entlang, man tritt zurück und sieht sich das Geschriebene an. Es ist ein jahrhunderte­alter, interaktiver, fast performativer Akt. Man denkt anders, tiefer. Als ich mit Amie darüber sprach, dass Tafeln mittlerweile aus vielen Schulen und Universitäten verschwinden, sagte sie: »Das passiert bei uns nur über meine Leiche. Ohne Tafeln können wir nicht arbeiten.« Es ist ihr Werkzeug.“

Update vom 20.2.2020, Austin Kleon: Thinking with chalk

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