Was macht ein Buchhändler ausser lesen und Bücher verkaufen den ganzen Tag?

Im Otherland-April-Newsletter ist beschrieben, wie die Tätigkeiten der Berliner Buchhändler abgesehen von lesen und Bücher verkaufen aussehen:

«Ich geb es ja zu, das Otherland wirkt schon sehr entspannt und natürlich sind wir immer für ein nerdiges Gespräch zu haben, aber tatsächlich befindet sich im Hintergrund, quasi im Maschinenraum, eine gut geölte Mechanik, die bedient werden will. Neben den morgendlichen Tätigkeiten des Ladenöffnens, geht es gleich damit los, die Kundenbestellungen und Lieferungen auszupacken. Kommt nämlich alles über Nacht. Die Fahrer haben Schlüssel, und wenn man morgens ins Otherland kommt, stehen da Kisten mit Büchern. All die Bücher wollen dann zugeordnet werden, Kundenbestellungen als angekommen eintragen, mit Namenszettel ins Regal und eventuell den Kunden benachrichtigen. Nachbestellungen unseres Bestandes werden ausgepackt, in die Datenbank eingetragen und entweder vorne in die Auslage oder hinten ins Lager verräumt.

Das kann schon mal alles ein paar beschäftigte Stündchen dauern. Im Laufe des Tages kommen dann per Mail und Telefon Bestellungen rein, und bei jeder Bestellung gibt’s einen Eintrag in unser Bestellsystem plus ein bisschen Recherche, vor allem bei englischen Büchern, wo der Titel lieferbar ist und was er kosten wird, als Rückmeldung für den Kunden. Das kann, wenn der Laden voll ist, durchaus auch mal fordern. Daneben eben locker nerden und mal ein Käffchen trinken. Irgendwann, meistens gegen 17:00, dann Bestellungen machen, was fehlt, was brauchen wir, was wollen wir aus dem Programm kicken und was gibt es für Neuheiten, welche Folgebände einer Serie erscheinen bald und müssen verdatet und bestellt werden. Bei Ladenschluss geht’s dann erst los: die Lagerliste. Wir kontrollieren was verkauft (oder (leider geklaut) wurde, was wir im Lager haben und was nach vorne in die Auslage sollte, auch dabei kann man bei ausreichender Sorgfalt einige Zeit verbringen. Obwohl wir inzwischen ein tolles System haben, das uns viel Arbeit abnimmt, ist es noch immer viel Handarbeit, denn es geht ja um Bücher und die wollen gepflegt und gehegt werden 🙂

In diesem Sinne natürlich könnt ihr auch alle lieferbaren Nicht-SF-Fantasy-Horror-Bücher auf deutsch oder englisch bei uns bestellen – einfach Mail an uns und die oben genannte Maschine setzt sich für Euch in Bewegung.»

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