Was sind Chräbeli?

Der Wortgeschichten-Tumblr erklärt unter dem Titel „Wortgeschichte Nr. 92: Weihnachtsguetsli – die Klassiker!“ sachkundig die Herkunft der Weihnachtsguetzli-Namen Mailänderli, Brunsli, Chräbeli, Spitzbuebe und Tirggel. Zum Thema Chräbeli heisst es z.B.:

„Die weissen, länglich-gekrümmten Badener Chräbeli haben ihren Namen von ihrer Form: Chräbel ist ein Mundartwort für «Kralle von Katzen, Hunden, Vögeln». Mit den spitzen Zacken des Anisgebäcks könnte man auch jederzeit jemandem einen Chräbel, eine «Kratzwunde», zufügen, ihn chräble. Vor dem Backen müssen sie eine Nacht lang bei Raum­temperatur trocknen, damit sie schöne Füessli bekommen. Im Spätmittelalter und in der Frühneuzeit waren solche Äänisbröötli ein Ersatz für das kostbare Marzipan – man bezeichnete die Anisgebäcke denn auch gerne als «gemeines Marzipan» oder «Bauernmarzipan».“

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