Agiles Arbeiten im Kontext von kleinen und großen Bibliotheken

Der Direktor der Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern, Benjamin Flämig erklärt im ZBW-Interview, was für ihn agiles Arbeiten im Bibliotheksumfeld bedeutet:

«Bibliotheken unterscheiden sich im agilen Kontext grundsätzlich gar nicht so sehr von anderen Institutionen oder Unternehmen. Eine Bibliothek ist genauso wie Google oder Tesla sehr an „äußerer Agilität” (PDF) interessiert – möchte also über einen langen Zeitraum möglichst erfolgreich bleiben. Das wird sichtbar an messbaren Outputs wie hohen Ausleihzahlen, vielen Suchabfragen und E-Medien-Zugriffen, zahlreichen Gebäudezutritten, sehr guter Auslastung der Lernplätze, vielen Neueinschreibungen, hohen Anzahl und Qualität von Veranstaltungen inklusive großer Teilnahmezahlen, positiver Medienpräsenz, hoher Zufriedenheit der Benutzer:innen und Träger:innenorganisationen, steigenden Budgets etc.

Dafür müssen Bibliotheken innovativ sein, sich schnell an wechselnde Rahmenbedingungen und Herausforderungen anpassen und stets jene Produkte und Dienstleistungen anbieten, die von ihren Benutzer:innen und Partner:innenorganisationen besonders stark nachgefragt werden. Genau hierbei können agile Werte und Methoden helfen und die sogenannte „innere Agilität” (PDF) fördern, indem durch mehr Transparenz, positive Fehlerkultur sowie durch flache Hierarchien, flexible Rollen und Selbstorganisation die interne Kommunikation und Zusammenarbeit verbessert wird und kontinuierlich Feedback von Benutzer:innen in den Arbeitsprozess einfließt.»

Dieser Beitrag wurde unter Bibliotheken abgelegt und mit verschlagwortet. Setzen Sie ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.