Arche Noah für den Journalismus

Thurgaukultur schreibt über das geplante journalistische Digitalmagazin „Project R“ (via thurgaukultur.ch):

„Constantin Seibt will mit einem neuen Digitalmagazin nicht weniger als eine Rebellion im Journalismus anzetteln – gegen die Verlage, die sich immer mehr von der Publizistik verabschieden. Im Mai wird sich zeigen, ob die große Vision Wirklichkeit werden kann. (…)

Spült das Crowdfunding genügend Geld in die Kassen des Projektes, soll im Sommer der Aufbau der Redaktion beginnen. Zehn bis 15 Leute stark soll die Mannschaft sein, „aber nicht alle in Vollzeit“, wie Seibt einräumt. Das konkrete redaktionelle Konzept soll erst gemeinsam mit dem Team erarbeitet werden. Aber der Rahmen steht fest: „Wir wollen die großen Geschichten erzählen und das auf einer Breitleinwand“, sagt er. Kein Klein-Klein, sondern die großen Themen unserer Zeit sollen verhandelt werden: Digitalisierung, Robotisierung, Finanzsystem, so was. Und das alles natürlich multimedial. Die Redaktion soll aber nicht nur im Netz bleiben, sondern auch physischen Kontakt zu den Lesern suchen – über Salons, Veranstaltung von Filmreihen und einmal im Monat soll die Redaktion mit den Lesern trinken. Damit das ganze Geschäft auch über die Anschubfinanzierung hinaus läuft, brauchen sie nach ihrem Businessplan im ersten Jahr 5000 Abonnenten und im fünften Jahr 22 000. (…)

Die gute Nachricht für Seibt und seine Mannschaft ist – der Zeitgeist könnte ihnen in die Hände spielen. Seit Brexit und Trump ist die Nachfrage nach professionellem, anspruchsvollem Journalismus so groß wie lange nicht mehr.“

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