Ausstellung zu Fake-Kunst

Die FAZ vom 3.6.2016 berichtet unter dem Titel „Wie man ein Kunstwerk fälscht“ über eine Ausstellung in Heidelberg zum Thema „Fake: Fälschungen, wie sie im Buche stehen„. Was für eine Rolle Bücher bei Fälschungen spielen können, beschreibt folgender Abschnitt:

„Dass derlei Täuschungen immer wieder gelingen, hat aber nicht nur mit der Qualität des gefälschten Objekts allein zu tun, sondern oft noch mehr mit den Konsekrationsinstanzen der Kunst, also Universitäten, Museen und Galerien. Die Ausstellung spitzt die Wirkung dieser Instanzen zu auf die Macht der Bücher. Das ist einerseits eine ziemliche Vereinfachung, wirkt aber andererseits hier ziemlich triftig, wenn man etwa den Fall des Briten John Drewe betrachtet. Dieser stellte sich in den achtziger und neunziger Jahren unter dem Namen Dr. John Cockett selbst Empfehlungsschreiben aus, mit denen er Zutritt zu Archiven erhielt. Dort entwendete er Ausstellungskataloge, die er mit Akribie in veränderter Form nachdruckte – ergänzt nämlich um Bildverzeichnisse, in denen die Fälschungen seines Komplizen auftauchten und so, schwupps, zur Echtheit geadelt wurden. Der Eingang in Kataloge war auch für viele andere Fälscherkarrieren ausschlaggebend.“

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