Bibliothek von Werner Oechslin mit offener Zukunft

Die ETH weigert sich, die kunsthistorische Bibliothek von Werner Oechslin in Einsiedeln zu kaufen. Hat das Lebenswerk des emeritierten ETH-Professors noch eine Zukunft? (danke an Gregor Helg für den Hinweis, via tagesanzeiger.ch):

«Seit über zwanzig Jahren unterstützt die ETH diese Bibliothek, indem sie die Stiftung Werner Oechslin Bibliothek finanziert. Als es aber darum ging, dass die Hochschule die Übernahme der privaten Bibliothek durch die Stiftung mit 11,5 Millionen Franken finanzieren sollte, kündigte sie die Verhandlungen auf. Das war im Juli 2020. Die Pressestelle der ETH begründet die Absage damit, dass man sich nicht etwa am Preis gestört habe, der ja der Hälfte des Schätzwertes entspreche, sondern an der Tatsache, dass die ETH die Bücher nicht zum Eigentum erwerben könne.

Oechslin blockiert einen Verkauf an die ETH deshalb, weil er befürchtet, dass die Integrität dieser Rare-Books-Sammlung von Weltrang verloren geht, wenn sie durch die Bibliothek der Hochschule übernommen wird. Er befürchtet, dass die kostbaren Doubletten der Büchersammlung ausgesondert und verkauft würden. Zudem eigne sich das Katalogsystem, das die ETH einführen wolle, nicht für eine derartige Sammlung alter Bücher, die viele seltene Unikate umfasse. Er ist überzeugt, dass nur eine Stiftungslösung die Unabhängigkeit und den Erhalt der Bibliothek garantieren kann.»

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