Distant Reading

distant-reading-showcase-poster-dhd2016-leipzig-900pxDistant-Reading Showcase: 200 Years of German Drama History at a Glance”. In hoher Auflösung ist das Poster auf Figshare verfügbar (PDF; 28.88 MB).

Marc Reichwein schreibt in der Sonntagszeitung unter dem Titel „«Hamlet» in wenigen Sekunden analysieren“ über Distant Reading, mit dem literarische Strukturen sichtbar gemacht werden können (derselbe Artikel ist auch in Die Welt unter dem Titel „Wie Big Data die Literaturwissenschaften erobert“ erschienen):

„An einen Schaukasten voller aufgespiesster Insekten erinnert zum Beispiel das XXL-Poster der europaweiten Forschergruppe Digital Literary Network Analysis (DLINA). Ihr Überblick zu 200 Jahren deutscher Dramengeschichte bildet die Figurennetzwerke von fast 500 Theaterstücken in smarter Panoramaperspektive ab. Sichtbar wird, wann deutsche Dramatiker begonnen haben, Shakespeare zu lesen: Mit Goethes «Götz von Berlichingen» explodiert das Personal im deutschen Drama. (…)

Statistiken, Kurven, Karten und Stammbäume seien die neuen Werkzeuge, um mit der Masse der auch literaturwissenschaftlich ungelesenen Bücher umzugehen. Wenn ein Fach von 50 000 allein im 19. Jahrhundert erschienenen britischen Romanen 99,5 Prozent nie behandelt habe, müsse es sich, so (Franco) Moretti, fragen lassen, ob es mit seinem Gegenstand vertraut sei.

Noch sind sich alteingesessene Geisteswissenschaftler nicht sicher, was das Distant Reading für ihr altes Close Reading bedeutet – mit dem Ablesen aus der Ferne anstelle des Versenkens steht eine ganze Zunft vor Debatten.“

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