“Eine Katastrophe für das kulturelle Erbe”

Titelblatt des Marienthaler Psalters

Der Marienthaler Psalter der Klosterbibliothek des 1234 gegründeten Zisterzienserinnenkloster Marienthal in der sächsischen Oberlausitz und weitere Handschriften sollen verkauft werden, was laut Fachkreisen unbedingt verhindert werden muss. Ein Digitalisat des Psalters ist seit gestern online (via Archivalia und Archivalia):

«Es stellte sich heraus, dass es nicht nur um den berühmten Psalter-Codex geht. Günther hat verschiedenen Institutionen auch weitere Handschriften der Klosterbibliothek angeboten, darunter auch die älteste, das hochbedeutsame Kapiteloffiziumsbuch des Klosters Altzelle aus dem 12. Jahrhundert.

Am europäischen Rang des Psalters kann kein Zweifel bestehen. “Der St. Marienthaler Psalter”, schreibt Marius Winzeler, Direktor des Dresdner Grünen Gewölbes, “ist die bislang bekannteste und durch ihre prachtvollen Illuminationen im Zackenstil aus dem gesamten St. Marienthaler Bibliotheksbestand herausragende Handschrift, die als einziges Werk der Klosterbibliothek bisher eine monografische Bearbeitung und Teilfaksimilierung erfahren hat (Der St. Marienthaler Psalter, schnell-und-steiner.de). Die im 1. Drittel des 13. Jahrhunderts in Nordbayern oder Franken entstandene Handschrift befand sich nach den jüngsten Erkenntnissen von Matthias Eifler im Besitz eines Meißnischen Ministerialen, der sie wohl ins Zisterzienserkloster Altzelle stiftete, woher sie dann in der Reformationszeit nach St. Marienthal gelangte und seither dort als besonderer Schatz sorgsam gehütet wurde”.»

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