Kaum weibliche Literatur in den Lehrplänen der Schulen

Sebastian Aufdemkamp empfiehlt im Podcast Auf ein Buch in Folge 40: Nicole Seiferts Sachbuch „Frauenliteratur“:

«Nicole Seifert argumentiert in ihrem sehr gut strukturierten Buch äußerst überzeugend und stichhaltig und liefert eine Menge Belege und Beispiele für das, was aktuell in der Literaturszene schief liegt. Teilweise wiederholen sich Argumentationslinien, aber das dient eher dazu, die grundlegende Problematik immer wieder in Erinnerung zu rufen, gerade auch weil Seifert in ihrem Buch an mehreren Stellen mit ausführlichen Beispielen arbeitet, und so ist es dann hilfreich, wieder zum eigentlichen Kern des Themas zurückzukommen.

Sprachlich ist der Text sehr zugänglich, er bewegt sich auf einem eher populärwissenschaftlichen Niveau, man merkt aber schnell, dass eine sehr wissenschaftlich fundierte Grundlage dahinter steht. Gerade wenn man sich den mehr als 30-seitigen Anhang anschaut, dann stellt man schnell fest, wieviel Recherchearbeit in die Erstellung dieses Buch geflossen sein muss. Nicole Seifert führt nicht nur ihre eigenen Quellen an, sondern präsentiert auch noch eine Liste mit Romanen von Autorinnen aus unterschiedlichen literaturhistorischen Zusammenhängen.

Mit Hilfe dieser Liste kann man dann selbst einen Anfang machen, mehrere dieser Bücher werden auch vorab bereits erwähnt und teilweise sogar ausführlicher besprochen, sodass man gute Anhaltspunkte hat, wo man beginnen kann, wenn man „verloren gegangene“ Autorinnen für sich entdecken bzw. wiederentdecken möchte.»

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