„Lest genauso viele Bücher über schwarze Leute, wie ihr schwarze Musik hört“

Die Proteste gegen Rassismus in den USA sind auch die Stunde der schwarzen Jugendbuchautoren: Sie fordern ihre Leser auf, mutig zu sein und den Mund aufzumachen (via Sharing Library Things auf Facebook und zeit.de):

„Veränderung beginne nicht morgen und nicht nebenan, sagte Jacqueline Woodson, bevor sie sich mit ihren Kindern in New York den Demonstranten anschloss. Deshalb haben sie, Jason Reynolds und Kwame Alexander gemeinsam Anfang Juni die KidLit4BlackLives Rally ins Leben gerufen, eine virtuelle Kundgebung der Kinderliteraturmacher im Geiste von Black Lives Matter. Man konnte sich live zuschalten, das Ganze wurde aber auch aufgezeichnet, um es später in unterschiedlichen Kontexten, in Schulen, Büchereien, zu Hause, über YouTube abzuspielen.

Mehr als zwei Stunden lang reiht sich eine Rede an die andere, Autoren, Mitarbeiter von Verlagen und Aktivisten sprechen zu den Kindern und Jugendlichen, wenden sich aber auch an die Eltern, die Lehrer, die Bibliothekare. Sie lesen Gedichte vor, erzählen von eigenen Rassismus-Erfahrungen, von Verzweiflung und Wut, aber auch von Selbstzweifeln und dem Gefühl des Scheiterns. Die Hautfarbe war für die Teilnahme an der rally kein Kriterium. Neben vielen schwarzen Autoren sprechen zum Beispiel auch die irische Schriftstellerin Sarah Crossan oder die koreanisch-amerikanische Autorin Linda Sue Park. (…)

„Lest genauso viele Bücher über schwarze Leute, wie ihr schwarze Musik hört“, fordert Kwame Alexander zu Beginn der rally. Zum Abschluss sagt er: „Wir alle schreiben Bücher, um die Welt zu verändern. Ihr lest sie, um euch eine andere Welt vorstellen zu können. Arbeitet mit uns daran, diese neue Welt zu erschaffen.““

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