Mikrofilme einscannen

Elias Kreyenbühl schreibt im Blog des Staatsarchivs Basel-Stadt unter dem Titel «Scannen im grossen Stil: die Cebit und das Archiv» über neue Scan-Geräte, die Mikrofilme schnell einscannen können:

«Der ökonomische Aspekt dieser neuen Technologie scheint mir aber für Archive gar noch bedeutsamer als der qualitative. Bedenkt man, dass mit dieser neuen Technologie eine Spule Mikrofilm mit 700 Bildern in 2,5 Minuten eingescannen kann, so sollte sich diese Effizienz ebenfalls auf den Preis der Dienstleistung auswirken. Man darf hoffen, dass ein solches Einlesen zu einem Dienstleistungspreis von etwa 40 Franken zu liegen kommt. Somit liessen sich für Fr. 6000.- rund 100’000 Seiten einlesen. Bei unseren Akten entspricht dies 15 Laufmetern. Würden wir diese ab Original digitalisieren, benötigten wir dafür 100 Arbeitstage, Qualitätskontrollen mit eingerechnet. Dieses Rechenbeispiel zeigt, wie auf einmal grosse Massen an verfilmter archivischer Information zugänglich gemacht werden kann.

Ein Grossteil unserer zentralen Bestände wurden im Verlauf der letzten siebzig Jahren auf Mikrofilm gesichert. Diese könnten nun eingelesen und nutzbar gemacht werden. Ich denke an Kirchenbücher und Zivilstandsregister, in denen täglich Personendaten überprüft und nachgeschlagen werden. Hier könnten wir so manche Benutzungsvorgänge mit unserem digitalen Angebot abfangen und damit unsere Benutzungsabteilung entlasten. Diese neue Technologie ist ein richtiger „game changer“. Hoffen wir, dass sie für uns bald verfügbar wird.»

Dieser Beitrag wurde unter Archiv abgelegt und mit verschlagwortet. Setzen Sie ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.