„Oekonomische Encyklopädie“ von Krünitz online

kruenizKrüniz-Titelblatt online auf e-rara

Das Nachschlagewerk umfasst 242 Bände mit 169‘000 Seiten, über 9‘000 Abbildungen und wurde in einem Bearbeitungszeitraum von 82 Jahren geschrieben: die gigantische „Oekonomische Encyklopädie“, das Lebenswerk von Johann Georg Krünitz (1728 – 1796).

Die bedeutende Quelle zur Wirtschaft und Technik des 18. Jahrhunderts wird gegenwärtig von der ETH-Bibliothek digitalisiert. Momentan sind die Bände 1 bis 11, 12 bis 32 und 73 bis 80 via e-rara.ch online verfügbar (via blogs.ethz.ch).

Im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Digitalisierungsprojektes wird seit 2002 „der Krünitz” an der Universitätsbibliothek Trier in Form einer XML/SGML-konformen und recherchierbaren elektronischen Volltextversion zugänglich gemacht (danke an Klaus Graf für den Hinweis): http://www.kruenitz1.uni-trier.de/:

„Nachdem mit der Erfassung der Oeconomischen Encyclopädie die Voraussetzung geschaffen wurde, kann der Text nunmehr in vielerlei Hinsicht bearbeitet werden, um das in der vorliegenden Form mit 242 Bänden nur schlecht zu benutzende Werk in seiner gesamten Breite für die Forschung zugänglich zu machen: Die äußere Gestaltung der Enzyklopädie kann naturgemäß nicht den heutigen Anforderungen an derartige Werke entsprechen, da sie mit am Anfang der Entwicklung von Maßstäben für eine derartige Informationspräsentation in Buchform steht.“

Update vom 2.3.2016 (via Kommentar Hans Ulrich Seifert auf blogs.ethz.ch):

„Eine XML/SGML-konforme und recherchierbare elektronische Volltextversion der zwischen 1773 und 1858 in 242 Bänden auf 144.000 Seiten mit knapp 10.000 Abbildungen erschienenen Originalausgabe des Krünitz ist seit 2002 online frei zugänglich im Netz. Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanzierte Vorhaben wurde an der Universität Trier realisiert. Image-Ausgaben mit OCR-generiertem ‘dirty text’ bieten seit zwei bis drei Jahren u. a. die Bayerische Staatsbibliothek und die Österreichische Nationalbibliothek an, die ihre Krünitz-Exemplare im Rahmen unterschiedlicher Retro-Digitalisierungsprojekte online gestellt haben. Die Trierer Edition “Krünitz online” (www.kruenitz.uni-trier.de/) bietet darüber hinaus maßgeblich erweiterte Suchmöglichkeiten wie Suche nach Bildinhalten, Volltextsuche auf Grundlage eines im Double-Keying-Verfahren generierten kontrollierten Textes und Suche mit DDC-Notationen und DDC-Beschreibungen auf Grundlage der durchgehend systematisch erschlossenen Lemmata sowie die bibliographische Auflösung einer Vielzahl der im Original zumeist nur in abgekürzter Form zitierten Literaturangaben). Worin wird der Mehrwert der Ausgabe in (dem von uns hoch geschätzten) Portal e-rara.ch liegen? Werden durchgehend die Bände der 1. Auflage zu Grunde gelegt oder kommen auch solche der 2. Auflage oder des Brünner Nachdrucks von Traßler zum Tragen?“

Antwort Fabian Schhneider:

„Der Funktionsumfang der Online-Version der Universität Trier ist tatsächlich sehr beeindruckend. Im Vergleich mit den bereits verfügbaren Online-Versionen (z. b. Bayerische Staatsbibliothek und Österreichische Nationalbibliothek) kann der Mehrwert des nun via e-rara.ch zugänglichen Exemplars der ETH-Bibliothek (1. Auflage) in der Digitalisierungsqualität gesehen werden, die dem gedruckten Original ziemlich nahe kommt.“

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