OER für Schulen

Das Dokument „Open Eduational Resources (OER) für Schulen in Deutschland 2014: Whitepaper zu Grundlagen, Akteuren und Entwicklungen“, erarbeitet von Jöran Muuss-Merholz und Felix Schaumburg, ist in überarbeiteter Form online (via Urs Henning auf Twitter). Darin ist u.a. eine Liste von OER-Plattformen zu finden:

Veröffentlichende Plattformen
rpi virtuell ist eine überkonfessionelle Plattform für Religionspädagogik und Religionsunterricht, auf der freie Unterrichtsmaterialien nicht nur veröffentlicht, sondern auch gemeinsam entwickelt werden. Die Plattform hat 2013 mehrere neue Aktivitäten im Bereich OER gestartet, unter anderem die Angebote netzebilden.de und digitale-elternbildung.de.

Das Portal „SeGu – Selbstgesteuert entwickelter Geschichtsunterricht“ stellt OER-Materialien für den Geschichtsunterricht unter CC-Lizenz zur Verfügung.

serlo.org ist eine Plattform für freie Mathematik-Materialien, die sich primär direkt an Schüler richtet. Der gemeinnützige Verein dahinter arbeitet auch an deutschen Übersetzungen von Lehrvideos der international sehr erfolgreichen Khan Academy.

Wikiversity ist die Plattform zur gemeinschaftlichen Erstellung von OER aus der Wikimedia-Familie. Allerdings haben zuletzt viele halbfertige und brachliegende Projekte Diskussionen um die Zukunft der Plattform aufkommen lassen. Schon 2010 war über die komplette Schließung gestritten worden.

ZUM ist die „Zentrale für Unterrichtsmedien im Internet“. Auf dem von einem gemeinnützigen Verein getragenen Wiki finden sich vielfältige Materialien für den Schulunterricht.

Auf europäischer Ebene gibt es die Plattform „Learning Resource Exchange for Schools“, die unterschiedliche, größtenteils CC-lizensierte Materialien zur Verfügung stellt. Weitere Plattformen bieten Materialien zur freien Nutzung an, ohne diese als OER zu kennzeichnen, zum Teil auch ohne die Bedingungen an OER im engeren Sinne zu erfüllen. Einige Beispiele: t4teachers versteht sich als „Open-Source Projekt im Bildungsbereich“, verwendet aber keine freien Lizenzen.

Auf lehrerfreund.de finden sich Hinweise zur Lizensierung recht versteckt in den Angaben zu „Impressum, Datenschutz“: „Die Unterrichtsmaterialien dürfen für den schulischen Gebrauch verwendet und modifiziert werden. Eine andere kommerzielle Verwendung ist nur mit dem expliziten Einverständnis des Sitebetreibers erlaubt.“

Die Plattform Lehrer-Online.de dagegen hat im Juni 2013 explizit einige ihrer Materialien als OER markiert und die Lizenz CC BY SA 3.0 DE darauf angewendet.

Plattformen, die sortieren
Edutags.de ist ein Angebot des Deutschen Bildungsservers. Die Grundidee des social taggings / social bookmarkings ermöglicht es Nutzern, (freie) Materialien zu sammeln, zu verschlagworten, zu bewerten und zu kommentieren. Dies kann individuell und / oder in Gruppen geschehen.

learn:line NRW ist Katalog und Suchmaschine des Landes NRW. Auch hier ist eine Filterfunktion nach Lizenzen vorgesehen.

Auch die Initiative „Opening Up Education“ der EU-Kommission (siehe oben in Gruppe B) verfolgt das Ziel, OER zu sammeln und über die Plattform openeducationeuropa.eu zugänglich zu machen.

Einige Landesbildungsserver (z.B. von Sachsen und Baden-Württemberg http://www.schule-bw.de und http://www.bildung-lsa.de/home.html) kennzeichnen Materialien, die CC-lizensiert sind.

elixier-logo

Plattformen, die suchen
Suchmaschinen, die nach OER auf verschiedenen Plattformen suchen, stehen noch am Anfang. Zwar bietet zum Beispiel die erweiterte Suche von Google die Option, Inhalte gezielt nach Lizenz zu filtern. Allerdings kann hier nur allgemein und nicht spezifische bildungsbezogen gesucht werden. Eine entsprechende Möglichkeit bietet Elixier des Deutschen Bildungsservers. Als Meta-Suchmaschine durchsucht sie das Angebot des Deutschen Bildungsservers und der meisten Landesbildungsserver.“

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