Artothek in den Winterthurer Bibliotheken

NZZ: “Hängt bald ein Picasso in Ihrer Küche? In Winterthur verleihen Bibliothek und Stefanini-Stiftung jetzt Kunst”:

“Die Winterthurer Bibliotheken verleihen ab Mitte Januar dieses Jahres zusammen mit der Stefanini-Stiftung Kunstwerke. Die Bilder und Fotografien kann man ganz einfach ausleihen, informieren die Bibliotheken Winterthur auf ihrer Website: Nötig ist nur eine Bibliothekskarte und fünf Franken Beteiligung an den Versicherungskosten.

Entstanden ist die Idee an zwei Orten gleichzeitig. Die Bibliotheken Winterthur und die Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte (SKKG), entstanden aus der Stefanini-Sammlung, standen vor demselben Problem: zu viel Kunst.

Severin Rüegg leitet die Sammlung der 1980 gegründeten SKKG und sagt: «Es gibt eine grosse Menge Bilder, etwa aus Nachlässen von Künstlern. Gleichzeitig sind die Depots der Museen gut gefüllt, die Ausstellungsräume ebenfalls.» Also standen die beiden Winterthurer Institutionen vor der Frage: Was tun mit Werken, die in Depots gelagert werden, aber keinen Platz in einem Museum finden?

Die Lösung ist die «Artothek». Kunstausleihe von Werken, die kaum angeschaut werden, für Menschen, die selten Kunst anschauen.”

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A Knight of Seven Kingdoms

Game of Thrones-Fans warten bereits darauf: am 18.1.2026 startet die Serie “A Knight of Seven Kingdoms” auf HBO (via taz.de):

“Was die Gelegenheit sehr special macht, ist die Anwesenheit von George R. R. Martin (Fußnote: Autor von „A Song of Ice and Fire“ beziehungsweise „ASoIaF“, der literarischen Vorlage zur Serie „Game of Thrones“) himself. Gemeinsam mit dem Drehbuchautor Ira Parker soll er plaudern über „A Knight of the Seven Kingdoms“, eine ab dem 18. Januar bei HBO ausgestrahlte Miniserie. Sie basiert auf drei Kurzromanen, deren Handlung im ASoIaF-Kosmos spielt, aber etwa ein Jahrhundert davor. Die erste dieser Novellen erschien schon 1998.”

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Der Tod des Lesens

BBC: “The Death of Reading”:

“Are we living through the slow death of reading – replaced by an addictive screen culture that fragments our attention and floods us with trivial or unreliable information? Writer and voracious reader James Marriott believes we are entering a post-literate age with profoundly negative consequences for education, culture and democracy itself. In today’s episode, James traces how an 18th century ‘reading revolution’ shaped the modern-world – and what might follow its sudden decline.”

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Empfohlen ab 18

New-Adult-Titel wirken vom Cover her harmlos, der Inhalt hat es jedoch oft in sich. Einige Verlage kennzeichnen die Titel mit Altersempfehlungen (via boersenblatt.net):

“Auch bei Bücher von Bestenbostel in Nordenham werden die Genres räumlich getrennt: YA bei Kinder- und Jugendbüchern, NA am anderen Ende des Ladens. “Gerade über Social Media bekommen die Jugendlichen Bücher vorgeschlagen, die nicht altersgerecht sind, wie ‘Haunting Adeline'”, erzählt Viktoria Struth. “Für diesen Titel gibt es eine Altersempfehlung ab 18. Ich hatte den Fall, dass eine Mutter mit ihrer 13-jährigen Tochter hier war, die das Buch auf BookTok empfohlen bekommen hat.” Struth riet ­daraufhin zu altersgerechteren Titeln mit weniger drastischem Content. “Letztlich hat ihr die ­Mutter das Buch trotzdem gekauft.” Eine Alterskontrolle wie bei Vide­ospielen hält Struth im Buchhandel jedoch nicht für durch­setzbar: “Gerade zu Stoßzeiten vor Weihnachten oder zu Ostern würde das schnell untergehen”, vermutet die Buchhändlerin.”

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Dokfilm zum passionierten Sammler Bruno Stefanini online

Der Dokumentarfilm “Die Hinterlassenschaft des Bruno Stefanini” kann jetzt auf Playsuisse kostenlos gestreamt werden:

“Vom Immigrantensohn zum Immobilien-Milliardär: Getrieben vom Traum eines Volksmuseums sammelt Bruno Stefanini alles: Schlösser, Möbel, Gemälde und Memorabilia von Napoleons Zahnbürste bis zu Chaplins Melone. 100’000 Objekte lagern in Atombunkern – zwischen Schätzen und Krempel.”

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Weshalb historische Gymnasialbibliotheken interessante Quellen sind

Beim Archivalia-Beitrag “Stadtarchiv Münstereifel wirft alte Bücher der historischen Gymnasialbibliothek weg” lohnt es sich auch, die KOmmentare zu lesen, z.B.:

“War schon klar:-) Gleichwohl stimme ich KGs Einwand oben zu: “Als ob die Schulbibliothek nach 1863 keine Geschichtsquelle mehr ist!” – bei Preußens und im Kaiserreich nach 1870 waren die zuvor durch den Zufall von Ereignissen und Personen entstandenen (und für die Lehre i.d.R. nicht benötigten) Buchsammlungen an den Schulen nunmehr als “Lehrerbibliotheken” zu führen – mit Anschaffungszwang und -nachweis (in den verbindlichen Jahresberichten, den sog. “Schulprogrammen “) für Literatur. Denn der (neue, da staatlich geprüfte) Lehrerstand hatte sich auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand ihrer Lehrinhalte zu halten – also auch eine ganz interessante Quelle zur Wissenschaftsgeschichte nebst deren Schwerpunkten in den Gymnasien. – Die preußische Verwaltung ist in den histor. Schulbibliotheken überdies reichlich präsent – sie überlebte die “Umbrüche” des 20. Jahrhunderts erstaunlicherweise (die preußisch bevorzugten Inhalte nicht so…:-), die Belege dafür sehen nur nicht so schick aus wie alte Handschriften und Inkunabeln…”

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Wikipedianer Diego Hättenschwiler

SRF: “«HaDi» gibt der Schweizer Wikipedia ein Gesicht”:

“«HaDi» gibt seit über 20 Jahren der Schweizer Wikipedia ein Gesicht. Er gibt Kurse für Einsteigerinnen und Einsteiger und sorgt dafür, dass Schweizer Themen auf der digitalen Enzyklopädie qualitativ einwandfrei und toll bebildert sind. (…)

Mehr als 20 Jahre später darf er sich mit Fug und Recht «Wikipedianer» nennen. Die offiziell erforderlichen fünf Artikelbearbeitungen pro Monat, sogenannte «Edits», übertrifft HaDi spielend. In der Schweiz erreichen diesen Status rund 850 Personen – weltweit sorgen rund 280’000 freiwillige Wikipedianer für die Qualitätssicherung der Artikel – mehrheitlich Männer. Diego Hättenschwiler kümmert sich vor allem um Artikel mit Schweizer Bezug. (…)

Diego Hättenschwiler ist kein unsichtbares Heinzelmännchen, wie viele seiner Wikipedianer- Kollegen und Kolleginnen. Seit er Kurse rund um Wikipedia gibt, Veranstaltungen organisiert, für dieses Engagement 2021 den «WikiSwiss Award» erhielt und 2022 zum einzigen Schweizer «Wikipedia Kulturbotschafter» gekürt wurde, ist er auch zum Gesicht der Schweizer Wikipedia geworden.”

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Neues zu kolonialen Strassennamen in Deutschland

Sollen koloniale Straßennamen in deutschen Städten geändert werden? Falls ja, welche Tendenzen gibt es? Bürgerinnen und Bürger können sich an diesen Debatten beteiligen. Ein neues Portal stellt den digitalen Raum dafür bereit (via idw-online.de):

“Zahlreiche Straßen in Deutschland tragen bis heute die Namen von Personen oder Ereignissen, die eng mit der Kolonialgeschichte verbunden sind. Häufig kommen zum Beispiel die Kolonialisten Adolf Lüderitz (1834-1886) und Carl Peters (1856-1918) vor. Die Petersallee in Berlin-Wedding gab es bis zum 23. August 2024, dem Tag der Erinnerung an den Sklavenhandel und dessen Abschaffung. Seitdem heißt ein Teil der Straße Anna-Mungunda-Allee, ein anderer Teil Maji-Maji-Allee.

Vielerorts laufen solche Umbenennungsdiskurse oder sind bereits abgeschlossen, mancherorts kommen sie erst ins Rollen.”

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25 Jahre Wikipedia

(via nzz.ch):

“In der Anfangszeit von Wikipedia wurden die kollaborative Erstellungsweise und die Qualität der Artikel oft noch in Abrede gestellt. Inzwischen sind sie breit akzeptiert und verbessern sich fortlaufend. Freie, korrekte und neutrale Informationen sind aber keine Selbstverständlichkeit. Sie brauchen immer wieder das Engagement von Freiwilligen – und die Einsicht, dass Innovation, demokratische Teilhabe und gesellschaftliches Vertrauen einer gemeinsamen und verlässlichen Wissensbasis bedürfen.”

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Berliner Gymnasiasten lesen Literaturklassiker in vereinfachter Sprache

(via tagesspiegel.de):

“An Gymnasien sind reduzierte Ausgaben von „Faust“ bis „Romeo und Julia“ nicht mehr tabu. Manche Lehrkräfte halten dies für ein Unding, andere für eine Form von Pragmatismus.”

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