Siegfriedkarten online

Die historischen Siegfriedkarten von Swisstopo (1870–1949) sind jetzt neu auf dem Geoportal des Bundes map.geo.admin.ch als Zeitreihe in einem Layer verfügbar (via Philippe Schütz auf LinkedIn).

Posted in Kartenmaterial | Tagged , | Leave a comment

Second Brain

Die FAZ berichtet zum Thema “Digitale Notizen: Was Notion, Obsidian & Co. wirklich können” (via SLSKey ZB Zürich zugänglich):

“Das Paradox der Wissensökonomie offenbart sich in dieser Szene. Noch nie hatten Menschen Zugang zu mehr Wissen. Noch nie behielten sie weniger davon. Was Soziologen als “digitale Fragmentierung” beschreiben, erlebt der Einzelne als permanente kognitive Überlastung. Die Festplatte ist voll, der Arbeitsspeicher überhitzt.

Aus dieser Not heraus entstand in den vergangenen Jahren die “Second Brain”-Bewegung. Der Begriff geht auf den amerikanischen Produktivitätsberater Tiago Forte zurück und meint ein externes System zur Wissensorganisation – eine Art digitaler Zettelkasten, der nicht nur speichert, sondern vernetzt, strukturiert und im Idealfall neue Einsichten ermöglicht. Die Metapher ist bewusst gewählt: Es geht nicht um Ablage, sondern um ein zweites, erweitertes Denkorgan.

Der Markt für solche Systeme hat sich 2025 konsolidiert. Sieben Anwendungen dominieren: Notion und Coda als teamorientierte Cloud-Plattformen, Obsidian und DEVONthink als Verfechter lokaler Datensouveränität, dazu Capacities, Craft und Microsofts OneNote. Sie alle integrieren inzwischen Künstliche Intelligenz. Doch bei genauerem Hinsehen offenbart sich, dass hier nicht nur Software konkurriert, sondern grundsätzlich verschiedene Vorstellungen davon, wie Wissen organisiert werden sollte.”

Posted in ICT | Leave a comment

Neue Handreichung unterstützt Bildungsarbeit gegen Desinformation

Die neue Handreichung „Demokratie braucht Medienbildung! Bibliotheken als (Lern-)Orte für den Umgang mit Desinformation“ ist jetzt als Download verfügbar (via bertelsmann-stiftung.de):

“Desinformation – also gezielt falsche oder irreführende Informationen, die mit manipulativer Absicht verbreitet werden – zählt heute zu den größten Herausforderungen für demokratische Gesellschaften. Sie untergräbt das Vertrauen in Fakten, Medien und Institutionen, verzerrt öffentliche Debatten und verstärkt gesellschaftliche Polarisierung. Die Funktionsweise sozialer Medien spielt der Verbreitung von Desinformationen dabei in die Hände: Durch die Aufmerksamkeitslogik der Algorithmen werden Inhalte bevorzugt, die Emotionen wecken, spalten oder Empörung auslösen – Merkmale, die Desinformationen häufig aufweisen. Zugleich sind Mediennutzende sind hier oft auf sich allein gestellt. Sie müssen selbst entscheiden, welchen Quellen sie vertrauen – und wie sie Informationen bewerten.

Informationskompetenz wird damit zur demokratischen Schlüsselkompetenz: Sie versetzt Menschen in die Lage, Informationen kritisch zu prüfen, ihre Qualität und Glaubwürdigkeit einzuschätzen und Desinformationen besser zu erkennen. Diese Fähigkeiten sind Grundvoraussetzungen für eine informierte öffentliche Meinungsbildung – und damit ein wirksames Mittel, um Demokratie zu stärken.”

Posted in Informationskompetenz | Tagged | Leave a comment

Bücher: Wie schaffe ich es, mehr zu lesen?

Der Spiegel-Podcast beschäftigt sich mit dem Thema “Bücher: Wie schaffe ich es, mehr zu lesen? (Mit Tobias Milbrandt)”:

“So ein richtig schönes Buch tut einfach gut, oder? Zumindest theoretisch. Denn wie oft nehmen wir uns vor, endlich dieses eine Buch anzufangen – um dann doch wieder auf dem Sofa zu scrollen, spontan ein Work-out einzulegen oder eine Nachricht nach der anderen zu beantworten. Laut dem Statistischen Bundesamt widmen wir Büchern gerade mal zwölf Minuten unserer täglichen Freizeit. Fernsehen? Schauen wir immer noch mehr als zwei Stunden am Tag.

»Ich glaube, das Wichtigste ist erst mal zu schauen: Was ist denn der Grund, warum ich nicht lese oder nicht zum Lesen komme. Ist es wirklich, dass ich keine Zeit habe?«, sagt Bookfluencer und Buchmarketing-Experte Tobias Milbrandt im SPIEGEL-Podcast »Smarter leben«.”

Posted in Bücher, Lesen | Leave a comment

Afas-Archiv

Von wegen alternativlos: In Duisburg wird im Afas-Archiv seit 40 Jahren gesammelt, was alles möglich gewesen wäre in Deutschland an Anderssein (via taz.de):

“Die Regale sind bis unter die Decken pickepackevoll. 20.000 verschiedene Broschüren lagern hier, 14.000 Plakate, 50.000 Flugblätter. Und über 11.000 Zeitschriftentitel – manche nur mit einem Exemplar, andere komplett, etwa über 50 Jahre Graswurzelrevolution (Untertitel: „für eine gewaltfreie, herrschaftsfreie Gesellschaft“). Zusammen sind es 2,5 Regalkilometer Papier.

Der Blick schweift an die Wände des Raumes. Auf Tischen sind Aufkleber gesammelt, beschriftete Umhänge wider den § 218, T-Shirts mit politischen Botschaften, Sticker wie „ran dale“. „Objekte statt Flachware“ sagt Miriam dazu, mit Flachware meint sie das gedruckte Papier. Zu den Artefakten gehören auch Brettspiele wie Provopoli, die einstige Antwort auf Monopoly, oder das sarkastische Spiel Junta von 1974, in dem man lernt, ein besonders skrupelloser Diktator zu werden.”

Posted in Archiv | Tagged | Leave a comment

Alle Mobilfunkantennen in der Schweiz auf einer Karte

Ein Walliser Student hat auf carteantennesuisse.ch alle Mobilfunkantennen in der Schweiz kartografisch erfasst, um die tatsächliche Netzabdeckung zu zeigen (via srf.ch):

“Seine Karte listet sämtliche Mobilfunkantennen der Schweiz auf. Zu jeder Anlage gibt sie den Namen des Betreibers, die verfügbaren Technologien, die Abstrahlrichtung sowie die genutzten Frequenzen an.”

Posted in Internet | Tagged , | Leave a comment

Spiegel Buchpreis

Der Preisträger des neuen SPIEGEL Buchpreises wird am 20. November bekanntgegeben. Nominiert sind (via spiegel.de):

  • Natasha Brown, »Von allgemeiner Gültigkeit«, übersetzt von Eva Bonné (Suhrkamp)
  • Kamel Daoud, »Huris«, übersetzt von Holger Fock und Sabine Müller (Matthes & Seitz)
  • Constance Debré, »Play Boy«, übersetzt von Max Henninger (Matthes & Seitz)
  • Dorothee Elmiger, »Die Holländerinnen« (Hanser)
  • Percival Everett, »Dr. No«, übersetzt von Nikolaus Stingl (Hanser)
  • Verena Güntner, »Medulla« (DuMont)
  • Sebastian Haffner, »Abschied« (Hanser)
  • Seán Hewitt, »Öffnet sich der Himmel«, übersetzt von Stephan Kleiner (Suhrkamp)
  • Pierre Jarawan, »Frau im Mond« (Berlin Verlag)
  • Mieko Kawakami, »Das gelbe Haus«, übersetzt von Katja Busson (DuMont)
  • Rachel Kushner, »See der Schöpfung«, übersetzt von Bettina Abarbanell (Rowohlt)
  • Jonas Lüscher, »Verzauberte Vorbestimmung« (Hanser)
  • Thomas Melle, »Haus zur Sonne« (Kiepenheuer & Witsch)
  • Scholastique Mukasonga, »Sister Deborah«, übersetzt von Jan Schönherr (Claassen)
  • Leif Randt, »Let’s talk about feelings« (Kiepenheuer & Witsch)
  • Yasmina Reza, »Die Rückseite des Lebens«, übersetzt von Claudia Hamm (Hanser)
  • Irene Solà, »Ich gab dir Augen, und du blicktest in die Finsternis«, übersetzt von Petra Zickmann (S. Fischer)
  • Szczepan Twardoch, »Die Nulllinie. Roman aus dem Krieg«, übersetzt von Olaf Kühl (Rowohlt Berlin)
  • Benjamin Wood, »Der Krabbenfischer«, übersetzt von Werner Löcher-Lawrence (DuMont)
  • Feridun Zaimoglu, »Sohn ohne Vater« (Kiepenheuer & Witsch)
Posted in Bücher, Lesen | Tagged | Leave a comment

New-Adult-Literatur und KI als Übersetzer

Deutschlandfunk Kultur berichet über “New-Adult-Literatur und KI als Übersetzer”:

“Literatur für die 20- bis 30-jährigen Digital Natives ist ein Trend auf dem Büchermarkt. Mit New-Adult-Romanen wollen Verlage junge Leser gewinnen. Auch die Zukunft literarischer Übersetzer beschäftigt die Branche: Noch hat KI sie nicht verdrängt.”

Posted in Bücher, Lesen | Tagged | Leave a comment

Queere Literatur

Deutschlandfunk Kultur berichtet unter dem Titel “Bücher, die den Horizont erweitern” über Queere Literatur:

“Queere Bücher schauen in besonderer Weise auf Körper, Geschlecht und Sexualität. Sie ermöglichen Lesenden Einblicke in Welten, mit denen die meisten oft wenig zu tun haben. Ein Perspektivwechsel, der sich lohnt, meint Literaturkritiker Stefan Mesch.”

Posted in Bücher, Lesen | Tagged , | Leave a comment

Hype um Romance-Literatur

Die taz schreibt unter dem Titel “Die Lust im Text” über den Hype um Romance-Literatur:

“Die Tatsache, dass sich auf Fanfiction-Portalen explizit nach bestimmten Kategorien („tropes“) wie eben Reverse Harem, Enemies to Lovers oder Fake Dating suchen lässt, die auch im Romance-Bereich zum Einsatz kommen, zeigt: Hier geht es um Erwartbarkeit, um Bedürfnisbefriedigung. Romance scratcht einen itch. Literatur wiederum: ist der itch.”

Posted in Bücher, Lesen | Tagged | Leave a comment