Science 2.0

ZBW-Direktor Klaus Tochtermann wird in der Zeitschrift BuB 03/2013 zum Thema Science 2.0 interviewt. Er stellt darin Ueberlegungen an, wie sich wissenschaftliche Bibliotheken in Zukunft nützlich machen können (via ZBW Mediatalk):

„Noch mal zurück zu den praktischen Aspekten von Science 2.0. Ihr Credo lautet: Der Inhalt soll zum Kunden, nicht der Kunde zum Inhalt. Wie können Wissenschaftler mit passender Forschungsliteratur dort versorgt werden, wo sie gerade online aktiv sind?

Ich nenne Ihnen ein Beispiel: Ein Forschender schreibt seine wissenschaftlichen Ergebnisse in einen Blog. Mithilfe von Informatikmethoden kann nun herausgefunden werden, welches Thema der Forschende genau behandelt, das heißt aus dem Text werden die wichtigsten Keywords extrahiert. Mit diesen Keywords setzt der Computer eine Anfrage in einer virtuellen Fachbibliothek ab. Die Suchergebnisse werden direkt in den Blog hineingegeben, sodass der Forschende kontextbezogen zu dem Beitrag, den er geschrieben hat, Hintergrundliteratur angeboten bekommt. Er kann nun entscheiden, ob er die Literatur verwerten und sie beispielsweise in sein Verzeichnis aufnehmen möchte. Das alles passiert weitestgehend automatisiert. Mit einem Wiki geht das selbstverständlich auch. Auf diese Weise erreichen wir die Menschen mit unseren Informationen dort, wo sie gerade arbeiten. Unter anderem um dieses Szenario Realität werden zu lassen hat die Europäische Union ein Forschungsprojekt vergeben, an dem wir mit weiteren internationalen Partnern beteiligt sind.“

Dieser Beitrag wurde unter Social Media, Wissenschaft abgelegt und mit , verschlagwortet. Setzen Sie ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.