Selbstorganisiertes Lernen

In der Sonntagszeitung vom 25.10.2015 ist unter dem Titel «Die Revolution von Niederhasli» ein Artikel über das Sekundarschulhaus Seehalde im zürcherischen Niederhasli erschienen:

«Selbstorganisiertes Lernen lautet seine Parole, die er mit seinem Team umsetzt. So zügig, radikal und konsequent, wie man sich das in der hiesigen Bildungslandschaft nicht gewohnt ist. «Unsere Vision ist es, unsere Schülerinnen und Schüler zu Experten für ihr eigenes Lernen zu machen. (…)

An der Seehalde gibt es keine herkömmlichen Klassen mehr, sondern altersdurchmischte «Homebases», und Lehrpersonen treten nur noch in relativ kurzen Fachinputs als Wissensvermittler auf. Die meiste Zeit verbringen die Jugendlichen im «Office», einem Grossraum, wo sie selbstständig arbeiten, eng begleitet von Lerncoachs. Wer Hilfe braucht, muss vorher einen Termin abmachen. Alle Schüler besitzen ein iPad und lernen Programmieren.

Doch so konsequent wie Turkawka, nämlich in allen Fächern ausser Zeichnen, Turnen und Handarbeit, setzt SOL keiner um, was ihm im Sommer prompt einen Auftritt an der jährlichen SFIB-Fachtagung von Educa.ch in Bern einbrachte, dem Schweizer Medieninstitut für Bildung und Kultur. Und Anfang Jahr verlieh die ETH Zürich der Schule die Ehrenmedaille «für ausgezeichnete Förderung im Fach Informatik». (…)

Man könne nicht länger ignorieren, dass sie in einer digitalisierten Welt aufwachsen und früh mit interaktiven Geräten, Youtube und durchs Internet lernen würden: «Sonst wird die Schule zum surrealen Disneyland. Das können wir nicht wollen.»»

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