Studierende aktivieren, die Kameras einzuschalten

Die Studierende Bianca Morath erklärt auf hochschuldidaktik online, was sie motiviert, die Kamera beim Fernunterrricht einzuschalten (via hochschuldidaktik-online.de):

«Für mich als Studentin war es z.B. sehr unterstützend, dass einige Dozierende zu Beginn der Lehrveranstaltung betont haben, dass die digitale Lehre für sie selbst neu und ungewohnt sei, und haben uns Studierende dabei sehr ermutigt, trotz der digitalen Umstände, aktiv zu sein. Dies habe ich als sehr positiv empfunden, da die soziale Komponente gestärkt wurde, man selbst hat gemerkt, dass man nicht allein ist. Sollten Sie befürchten, dadurch an Autorität zu verlieren: Das sehe ich überhaupt nicht so. Ganz im Gegenteil: Sie erreichen dadurch ein besseres gegenseitiges Verständnis.
Damit Ihre Studierenden die Kameras einschalten, können Sie sie zu Beginn auch einfach freundlich bitten, damit Sie nicht in „das große Dunkle“ sprechen. Meiner Erfahrung nach, gehen dann meist einige Kameras mit lächelnden Gesichtern an.

Ein anderer Punkt, der das Einschalten und Anlassen der Kameras aus meiner Sicht begünstigt: Ich lasse die Kamera eher an oder schalte sie sogar extra ein, sobald wir als Studierende mehr eingebunden werden. Während digitalen Lehrveranstaltungen empfinde ich es als sehr anstrengend eineinhalb Stunden am Stück der Lehrperson “nur“ zuzuhören. Nicht nur ich bin dieser Meinung, sondern viele meiner Kommilitoninnen und Kommilitonen empfinden ähnlich. Für uns sind digitale Lehrveranstaltungen viel angenehmer und produktiver, wenn wir eingebunden werden, sei es durch kurze Lernstopps, Diskussionen in Break-out-Rooms oder durch Wortmeldungen per Mikrofon oder Chatfunktion. Wenn wir uns beteiligen können, so ist die Wahrscheinlichkeit auch sehr hoch, dass wir unsere Kameras einschalten. Interaktivität und Abwechslung sind meiner Meinung nach ein Muss in der digitalen Lehre. Nutzen Sie daher die technischen Möglichkeiten.»

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