Veränderungen in der Schweizerischen Verbundslandschaft

In der Zeitschrift „027.7 Zeitschrift für Bibliothekskultur“ ist der Artikel „Vor welchen Veränderungen steht die schweizerische Verbundslandschaft?“ von Karsten Schuldt und Rudolf Mumenthaler erschienen. Er thematisiert die bevorstehenden Umbrüche in der Schweizerischen Bibliotheks-Verbundslandschaft, sammelt Argumente und fordert zur Diskussion auf. Nicht zuletzt geht es dabei um die Finanzen:

„Die Bibliotheksverbünde in der Schweiz werden grundsätzlich von den beteiligten Bibliotheken finanziert. Gleichzeitig geht die Förderung von Kantonen und Bund im Kultur- und Wissenschaftsbereich heute eher dahin, grössere Strukturen zu fördern. Mehr und mehr scheint in der Politik die Auffassung vorzuherrschen, dass Institutionen und Infrastruktureinrichtungen sich untereinander verständigen und dann gemeinsam über eine koordinierende Stelle angesprochen und gefördert werden sollen. Das aktuelle SUK-Programm P-2 ist dafür nur ein Beispiel. [11] Auch diese Frage sollte diskutiert werden.

Wenn Bibliotheken diese Förderlandschaft akzeptieren, müssen sie für möglichst grosse Verbünde oder aber eine Einrichtung, die möglichst alle Verbünde organisiert, sorgen. Wenn Bibliotheken eher zu kleineren Verbünden tendieren – und auch für diese gibt es Argumente – müssen sie die Finanzierung dieser Verbünde anders sicherstellen. (…)

Die anstehenden Veränderungen bieten Risiken und Chancen. Wir möchten dazu auffordern, das Thema aktiv anzugehen und die sich bietenden Chancen wahrzunehmen. Dieser Artikel soll dazu den Anstoss geben. Wir könnten uns unter anderem vorstellen, die Fragen gemeinsam mit Bibliotheksvertreterinnen und -vertretern öffentlich an einem runden Tisch zu diskutieren. Rückmeldungen über soziale Medien sind sehr erwünscht. Wir denken, dass die Kolleginnen und Kollegen der HEG Genève in dieser Diskussion eine ähnlich vermittelnde Rolle einnehmen können wie die HTW Chur. Beide Hochschulen sind an der Verbundslandschaft interessiert, aber nicht aktiv involviert.

Der Berufs- und Dachverband „Bibliothek Information Schweiz“ ist bereit, bei dieser Diskussion eine aktive Rolle zu spielen und organisiert im Rahmen der Weiterbildung im Herbst 2014 eine Fachtagung zum Thema „Bibliotheksverbünde wohin?“. Wir hoffen, dass die Gelegenheit von vielen Interessierten und Betroffenen wahrgenommen wird.“

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