Vermeintliche Kritiker

Anton Thuswaldner spielt in der Wiener Tageszeitung Standard unter dem Titel „Zur Kritik der Literaturkritik“ u.a. auf unbedarfte Literaturkriker an (via ASml-Liste):

„Doch Vorsicht ist geboten. Es tummeln sich schreibende Gestalten durch die Medien (die Namen sind dem Verfasser bekannt), die mit Autoren und Büchern so locker und seicht verfahren, dass es auf deren Kunst gar nicht ankommt. Vermeintliche Kritiker sind aber leicht zu erkennen. Wenn einer eine Würdigung über Arno Schmidt verfasst, den Avantgardisten mit Ärmelschonern, ohne ein einziges Wort darüber zu verlieren, wie seine Ästhetik beschaffen ist, dann haben wir es mit dem Fall eines gravierenden Missverständnisses zu tun.

Vielleicht sollte solch ein Rezensent den Anfang über Pixi-Bücher wagen. Literatur ist nun einmal in Form gebrachte Sprache und sprachlich gewandete Form. Damit müssen wir leben. Alles andere ist kasperl.“

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