Warum gerade Puschkin-Bücher gestohlen werden

Der Tages-Anzeiger vom 11.5.2024 berichtet über das Thema «Krimi um Puschkin – in ganz Europa stehlen Diebe gerade seine Bücher» (danke an Michaela Spiess für den Hinweis):

«Ein Buch aus Puschkins Lebzeiten sei mehrere Zehntausend Euro wert: «Er hätte es in seinen Händen halten können.» Damals seien die Auflagen klein gewesen, ein paar Hundert Stück. Sie erzählt vom Journal «Sowremennik», das Puschkin herausgab. Von dem seien nicht verkaufte Exemplare gefunden worden, nachdem er im Duell gestorben war. «Sie lagen in seiner Wohnung herum.» (…)

Puschkin und seine Werke als kulturelles Symbol für Russlands Grösse, Einfluss, Imperium? Aglaé Achechowa erinnert sich gut an das Jahr 1999, als russische Politiker zum 200. Geburtstag des Dichters über Monate hinweg Puschkin zitierten. «Mein Gott, in jedem Sender», sagt sie. Vergangenen September wies auch Putin bei einem Treffen mit Schulkindern auf Puschkin hin, zitierte aus dessen Gedichten. Auch aus «Poltawa», in dem Puschkin einen ukrainischen Kosakenführer zum Verräter des russischen Zarenreiches abstempelt. (…)

Einige der gestohlenen Bücher tauchten in Russland auf. Nach Angaben von Europol wurden sie über Auktionshäuser in Sankt Petersburg und Moskau verkauft. Eines davon für 30’500 Euro, wie der polnische Wissenschaftler Hieronim Grala, Professor an der betroffenen Universität Warschau, der Nachrichtenagentur AFP sagte. «Mir ist klar, dass die gesamte Aktion zentral von Russland aus organisiert wurde», sagte er.»

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