Was ist ein Aktenstecher?

Beispiel einer „Badischen Lochung“ an einem mit einer Aktenschnur zusammengehaltenen Dokument HungchakaCC BY 3.0

Momentan macht eine Sammlung von bibliothekarischen Schimpfwörtern auf Twitter die Runde, bei der die Frage aufgetaucht ist, wie denn archivarische Schimpfwörter aussehen könnten. Klaus Graf schlägt „hirnloser Aktenstecher“ vor.

Doch was ist ein Aktenstecher? Antwort gibt ein Wikipedia-Beitrag zur „Badischen Aktenheftung„:

„Die Badische Aktenheftung (auch: „Badische Oberrandheftung“ oder „Badische Lochung“) ist ein in der badischen Verwaltung und Justiz entwickeltes Verfahren, umfangreiche Akten ohne die Verwendung von Aktenordnern zu binden und zu archivieren. Nachweislich wird sie seit der Reform des badischen Archivwesens durch den Geheimen Rat Nikolaus Brauer angewandt; sie ist in der von Brauer erarbeiteten Archivordnung und Behördeninstruktion des Markgrafen Carl Friedrich zu Baden und Hochberg aus dem Jahre 1801 beschrieben,[1] wurde aber wahrscheinlich schon lange zuvor angewandt.“

Update, 10.11.2019, Bibliothekarisch.de: Berufsspezifische Schimpfwörter

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