Wissenschaftskommunikation via Twitter

higgs greift das Thema «Wie Forschende auf Twitter kommunizieren – und Beleidigungen einstecken» auf:

«Doch längst nicht alle Forschenden mischen sich auf Twitter aktiv ein. Viele nutzen die eigene Timeline auf passive Weise, um im Meer der Publikationen, Preprints und Working Papers den Durchblick zu bewahren. Und sie schätzen die Vernetzung mit ihren Kolleginnen und Kollegen. So auch der Pflanzenbiologe Etienne Bucher, der bei Agroscope in Nyon arbeitet und der schon 2010 auf der Plattform aktiv wurde. «Damals war ich Postdoc in Genf und über Twitter konnte ich sehr gut mit Top Shots im Feld diskutieren.» So sei er mit einem renommierten Forscher ins Gespräch gekommen. Als er ihn später auf einer Konferenz traf, habe sich über die gemeinsame Twitter-Aktivität sogleich ein Anknüpfungspunkt ergeben.

Neben dem Networking nutzt Bucher den Kurznachrichten-Dienst für die Wissenschaftskommunikation. Als Beispiel führt er eine kürzlich erschienene Studie an, die sich mit der Identifizierung von Pflanzen beschäftigte, die mit der Genschere Crispr-Cas9 verändert wurden – ein wichtiger Punkt in der Debatte um neue Pflanzenzüchtungstechniken. Bucher analysierte die Resultate dieser Studie genauer und zeigte auf, dass sie zu einer falschen Schlussfolgerung führen konnte. Seine eigene Analyse beschrieb er in einem Thread, also in mehreren gleich nacheinander folgenden Tweets. Daraufhin kontaktierten ihn sogar Verantwortliche der Europäischen Union, um Genaueres zu erfahren. «Ohne Twitter hätte ich meine Analyse nicht veröffentlicht, das hätte zu viel Zeit in Anspruch genommen», so Bucher.»

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