Briefmarke zum 450-jährigen HAB-Jubiläum

Die Herzog August Bibliothek (HAB) feiert 2022 ihr 450-jähriges Jubiläum. Dazu erscheint am 7.4.2022 eine eigene Briefmarke (via bundesfinanzministerium.de):

«Ihren Grundstein legte Herzog Julius, der das Herzogtum von Braunschweig und Lüneburg von 1568 bis 1589 regierte, mit seiner „Liberey-Ordnung“ von 1572. Die »Bibliotheca Augusta« Herzog Augusts d. J. (1579 bis 1666) begründete den weltweiten Ruhm der Wolfenbütteler Bibliothek. Seine Sammlung bildet nahezu unversehrt den kostbaren Kernbestand.

Heute ist die Wolfenbütteler Bibliothek eine außeruniversitäre Forschungs- und Studienstätte für die europäische Kulturgeschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit. Die Grundlage dafür bildet die Bibliothek, in der einzigartige Bestände bewahrt, erschlossen, erweitert und präsentiert werden. Handschriften, Inkunabeln, Drucke und Sondersammlungen wie graphische Blätter und Landkarten erlauben die nahezu unbegrenzte Erkundung europäischer Wissensbestände in ihren weltweiten Bezügen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt bietet die Bibliothek optimale Bedingungen für ihre Forschung. National und international genießt sie eine hohe Reputation als unvergleichliche Sammlung, aber auch als innovative Bibliothek und Forschungsstätte. Die Wolfenbütteler Digitale Bibliothek stellt forschungsrelevante, besonders seltene oder häufig genutzte Teile des Altbestandes online zur Verfügung und bietet eine Infrastruktur für die Betreuung und Publikation digitaler Editionen.

Nach der Gründung des Landes Niedersachsen wurde die Herzog August Bibliothek Landesbibliothek. Unter den Direktoren Erhart Kästner (von 1950 bis 1968) und Paul Raabe (von 1968 bis 1992) entwickelte sie sich seit den 1960er Jahren zu einer modernen, auch nach außen hin strahlenden Bibliothek. Als „bibliotheca illustris“, wie Kästner formulierte, als »schöne« Bibliothek, ist sie seither nicht nur ein Zentrum der Forschung, sondern auch eine Stätte der Buchkultur, des anspruchsvoll gestalteten, gern und oft ausgestellten Künstlerbuches, ein Ort, der sich wie selbstverständlich zu einem kulturellen Zentrum für die Region entwickelt hat, an dem hochkarätige Konzerte, Vorträge und Lesungen stattfinden.»

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