Bücher und ihr Wert

Tilman Krause macht sich in der „Welt“ unter dem Titel „Der Fetisch ist futsch“ Gedanken über den zunehmenden Wertverlust von antiquarischen Büchern:

„Im allgemeinen gilt: Die Preise werden im Internet gemacht. Dort hinein stellen die Händler ihre Ware, und jeder kann sehen, für welche Summe die alten Bücher angeboten werden. Das senkt das Preisniveau ganz entscheidend. Nur absolute Rarissima sind davon nicht betroffen. Hier gilt, analog zum Kunstmarkt und seinen Usancen, das Gesetz der Nachfrage. Wer zum Beispiel den belgischen Naturalisten Joris-Karl Huysmans in Originalausgaben sammelt, kann durchaus ein Vermögen ausgeben. Aber mit Franz Hessel verhält es sich eben anders, seit Suhrkamp seine Titel wieder aufgelegt und der Oldenburger Igel Verlag sogar eine (hässliche!) Werkausgabe auf den Markt gebracht hat.

Schon heute kann man sagen: Die Preise vor allem für Bücher, die noch in Frakturschrift gedruckt sind, werden weiter sinken. Bald kann sie nämlich niemand mehr lesen. (mehr)“

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