E-Book-Piraterie

Ueber E-Book-Piraterie wird regelmässig im Gutenberg-Ebook-Piracy-Report berichtet. Dem aktuellen Bericht 3.4 vorangestellt werden folgende Thesen:

„Das Interesse an E-Books wächst in Deutschland und international weiterhin an. Die Zahl der verkauften E-Books wird in Deutschland 2013 gegenüber 2012 geschätzt um ca. 100% ansteigen. Das Verhältnis von legalen Downloads zu illegalen ist in Deutschland aktuell etwa 1:10 (zum Vergleich: in Russland liegt das Verhältnis etwa bei 1:20). Der legale E-Book-Buchmarkt führt ein Nischendasein.

Neben der „klassischen Piraterie“ (freie Downloads, ggf. Finanzierung durch Werbung) verbreitet sich unter den Piraten zunehmend national wie international das Flatrate-Modell. Gegen eine geringe Monatsgebühr wird den Usern der Zugriff auf (zum Teil sehr große) E-Book-Bestände ermöglicht.

E-Book-Piraterie wird in Deutschland zunehmend etabliert, wobei der (hohe) Preis von Ebooks nur ein Grund ist. Viele Nutzer sehen in proprietären Vertriebsmodellen und dem als sehr störend empfundenen DRM Rechtfertigungen für eine Nutzung illegaler Angebote, wo derartige Probleme
nicht auftreten.

Massnahmen gegen E-Book-Piraterie finden in Deutschland nicht statt. Es gibt bis heute keine legalen Flatrates (wie in der Musik- oder Filmindustrie, als kostengünstige Alternative zu Piratenangeboten), und auch Antipiraterie-Maßnahmen sind bei deutschen Verlagen die Ausnahme. Als Folge davon wird sich der E-Book-Markt hier nur sehr begrenzt entwickeln.“

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