Microteaching

Im Zeit-Artikel „Bin das wirklich ich?“ vom 27.2.2016 wird die videobasierte Unterrichtsanalyse beschrieben:

„Bildungswissenschaftler nennen die Methode „Microteaching“, eine Art Verhaltenstraining für Lehrer. So wie Profifußballer nach dem Match einzelne Spielszenen auswerten, evaluieren Pädagogen dabei Standardsituationen aus dem Klassenzimmer. Folgt man John Hattie, dem derzeitigen Guru der Forscherszene, dann gehört das Microteaching zu den wirkungsvollsten Ansätzen, wie Pädagogen ihren Unterricht verbessern können.

„Die Videoanalyse führt den Lehrkräften ihre Stärken und Schwächen vor der Klasse konkret vor Augen“, sagt die Didaktik-Professorin Kornelia Möller. (…)

Die Schweiz hat für die Lehrerbildung große Videoportale aufgebaut mit Tausenden von Anschauungsfilmen. In den USA diskutieren gestandene Lehrer in sogenannten video clubs über ihre Praxis. So weit ist man hierzulande noch nicht. (…)

Mit der Videoanalyse lassen sich nicht nur Fehler entdecken, genauso zeigen sie, was Lehrer alles richtig machen. Mehr als zehn Jahre arbeitet Meike Böckelmann an einer Grundschule im westfälischen Greven als Klassenlehrerin. „Ich dachte immer, ich würde im Unterricht viel selbst reden“, sagt Böckelmann. Aber als sie ihren Unterricht mit Kollegen im Film sah, stellte sie erleichtert fest: „Es ist genau richtig, wie ich es mache, die Klasse kommt insgesamt ausreichend zu Wort.“

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