Produktives Nichteinverständnis als Idealvorstellung

Der Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen beschreibt im Deutschlandfunk drei Kommunikationswelten: Neben Hass und Hetze in manchen sozialen Netzwerken und einer „gelegentlich moralisierenden Hypersensibilität in einzelnen Milieus“ sieht er eine dritte (via ARDZDFmedienakademie auf Twitter):

«Die kann man als Idealvorstellung von Kommunikation verstehen und deren Kernmerkmal ein produktives Nichteinverständnis ist: „Das ist eigentlich die reifste Form einer Meinungsverschiedenheit: Wir beleidigen uns nicht auf der Beziehungsebene, erkennen aber inhaltlich an: ‚Wir haben eine Differenz, einen wirklichen Unterschied.‘“ Daraus müsse ein dialogisches Miteinander entstehen. „Aus dem jeweils Gesagten entsteht ganz allmählich in dem Prozess der Reibung, deswegen darf dieses Wir keine Auflösung des Ich bedeuten, entsteht im Prozess der Reibung so ein Tanz des Denkens und letztlich eine, wenn Sie so wollen, verzeihen Sie mir diesen emphatischen Begriff, eine Wahrheit höherer Ordnung.“»

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