Telefonische Auskunft

Die Aargauer Zeitung vom 1.6.2016 schreibt unter dem Titel „Bei der Auskunft klingelt es kaum noch“ über die rückläufigen Benutzung von Servicenummern:

„Die Kurzwahlnummern sind mit Ausnahme der Notfallnummern auf Talfahrt. Der Wetterdienst 162 verzeichnete im Jahr 2006 noch 3,3 Millionen Anrufe. Letztes Jahr waren es 0,9 Millionen. Der Niedergang der sprechenden Uhr, der telefonischen Auskunft zu Wetter, Sportresultaten, Verkehr und Telefonnummern begann mit der Verbreitung des Internets und wurde vom Smartphone besiegelt. (…)

Längstens dürfen Nummern, die zu selten gewählt werden, aber nur bis im Jahr 2022 betrieben werden. Wahrscheinlich haben bis dann auch die sprechende Uhr, die Auskunft zu Sportresultaten oder der Wetterdienst die kritische Grenze unterschritten. (…)

Eigentlich darf die Telefonauskunft nur sogenannte Verzeichnisdaten bekannt geben. Laut Jósika dreht sich ein Prozent der Anfragen aber um ganz anderes. Manche Leute wollen einfach mit jemandem reden.

Das kommt sie teuer zu stehen. Am teuersten bei 1818: Dort bezahlt man pro Minute Fr. 1.99 für die Auskunft. (…)

Das ist der Grund, warum die Nummer 147 nicht betroffen ist. Im Gegenteil: Der Notruf von Pro Juventute verzeichnete im letzten Jahr deutlich mehr Anfragen zu persönlichen Problemen als noch vor fünf Jahren. Dies teilte Pro Juventute letzte Woche mit. 160 000-mal wurde 147 gewählt. Die Anfragen zum Thema Suizid habe seit 2011 um die Hälfte zugenommen.

Pro Juventute führt das darauf zurück, dass sich die Jugendlichen heute schneller Hilfe holen.“

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