Metakognition

Philippe Wampfler fasst unter dem Titel „Digital lesen, digital schreiben – Einsichten aus der Wissenschaft“ zusammen, welche wissenschaftlichen Studien es zu digitalem Lesen und Schreiben gibt. Ein Fazit lautet:

„Erweitert man den Horizont und fragt generell nach den Vorzügen oder Nachteilen der einzelnen Schreibmethoden, dann lässt sich folgendes Fazit ziehen: Wer Notizen anlegt oder Zusammenhänge nachvollzieht, tut das von Hand wirkungsvoller. Wer hingegen eigene Gedanken formuliert und Texte produziert, arbeitet digital besser – und zwar unter einer Bedingung: Man muss schnell tippen können (das geht oft vergessen). Einen Test kann man hier durchführen – das Ziel müssten 60 Wörter pro Minute sein.“

Wissenschaftliche Untersuchungen werden drei Punkte nicht verändern:

„1. Die kognitiven Leistungen von Menschen passen sich ihrer Umgebung an. Eine digitale Lernumgebung verlangt nach anderen Kompetenzen als eine analoge. Das ist ganz neutral zu sehen.
2. Es gibt kein Werkzeug, das auf alle Situationen anwendbar ist. Digitales Lesen und analoges Lesen haben wie die beiden Schreibverfahren ihre Stärken und Schwächen.
3. Der entscheidende Punkt ist Metakognition: Ich muss selbst über meine Verfahren, mein Denken und meine Leistung nachdenken und entsprechende Schlüsse ziehen.“

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