Glaubwürdiges Latein in der Netflix-Serie „Barbaren“

Die Süddeutsche Zeitung titelt „Was für ein schönes Latein“ und meint damit die Sprache in der neuen Netflix-Serie „Barbaren“ (via quisquilia):

„Die Dialoge fliehen angenehm nach vorn, weil die Germanen oft wie junge Leute aus der Gegenwart reden, nur ohne die Anglizismen, anstatt irgendwie ausgedacht erdig zu grunzen. Und indem sie die Germanen als zerstrittenen, bösartigen, Met-seligen Haufen zeigt, entgeht die Serie geschickt der Gefahr, hier mit zu viel Heldenpathos einen nationalistischen Mythos neu zu beleben. Das Schönste aber ist das Latein, das die Römer in Barbaren sprechen. Es ist so glaubwürdig, weil man zwar hier und da ein Wort aus dem Stowasser-Wörterbuch erkennt, aber die italienischen Schauspieler dieser Schriftsprache mit ihrem Zungenschlag unerhörtes Leben einhauchen.“

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